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Tipps und Hilfe zur Bewerbung

Der informative Lebenslauf - Gestaltung und Layout

Ein Beitrag von Vogel & Detambel coaching for executives


Auch die Größe einer Nachricht ist eine Nachricht. Diese Weisheit machen sich die Journalisten der Boulevardpresse mit ihren Riesenschlagzeilen ebenso zunutze wie Firmen, die ihre Verkaufsbedingungen winzig klein auf die Rückseite ihrer Kaufverträge drucken. Die Gesetzmäßigkeiten der menschlichen Wahrnehmung gelten nicht nur für Boulevardpresse und Kaufverträge, sondern auch für Bewerbungsunterlagen.

Man braucht kein Grafikstudium und keine aufwendige Desktop-Publishing-Software, um einen optisch ansprechenden, leicht lesbaren Lebenslauf sauber auf´s Papier zu bringen; ein paar einfache Regeln genügen:


  • Nirgendwo steht geschrieben, dass ein Lebenslauf auf ein einziges Blatt Papier passen muss. Gäbe es diese Regel, dann wäre sie Unsinn. Entscheidend ist nicht der Papierverbrauch, sondern der Inhalt. Steht der Inhalt erst einmal fest, dann ist es besser, großzügig mit Papier umzugehen, anstatt den Text so zusammen zu quetschen wie beim Kleingedruckten auf der Rückseite des Kaufvertrages.

  • Wenn der Lebenslauf in eine Mappe eingeheftet werden soll, was anzuraten ist, dann ist ein Rand, wie er von der Norm für Geschäftsbriefe vorgesehen ist, zu schmal. Empfehlenswert ist ein linker Rand von 3 cm oder sogar 3,5 cm. Dafür darf der rechte Rand dann ein wenig schmaler sein, also z.B. 1,5 oder auch nur 1,2 cm.

  • Ein Bewerbungsfoto ist größer als ein Passfoto; also sollte man auch genügend Platz dafür vorsehen. Das Foto kann man auf ein Deckblatt aufkleben, auf dem z.B. auch die eigene Adresse steht und vielleicht auch die Position, auf die man sich bewirbt. Das Foto kann aber auch das erste Drittel des ersten Lebenslauf-Blattes in Anspruch nehmen. Welche der beiden Varianten für die eigenen Zwecke besser ist, entscheidet man am besten erst, wenn der Gesamttext zu Papier gebracht ist.

  • Man sollte nicht mehr als zwei Schrifttypen verwenden – eine für die Überschriften und eine für den Fließtext und nicht mehr als zwei oder drei Schrifthöhen; Unterstreichungen und andere Schriftauszeichnungen verlieren ihre Bedeutung, wenn man sie nicht konsequent und systematisch einsetzt.

  • Je mehr Gliederungspunkte man vorsieht, desto unübersichtlicher wird der Lebenslauf. Man zergliedert also z.B. seine Ausbildung nicht in „Schulbildung:“, „Berufsbildung:“ und „Studium: “; denn das bringt dem Leser keinerlei Informationsgewinn. Man sagt einfach „Ausbildung:“ und führt dort die verschiedenen Ausbildungsstationen chronologisch auf. Manche Inhalte des Lebenslaufes müssen nicht näher erläutert werden. Es erübrigt sich z. B., vor die Adresse den Gliederungspunkt „Adresse:“ zu setzen. Der Leser erkennt auch ohne diesen Zusatz, dass es sich um die Adresse handelt.

  • Zusammenhängende Informationen sollte man nicht durch einen Seitenwechsel auseinander reißen – das gilt z.B. für die Beschreibung einer beruflichen Position, für Ausbildung, Weiterbildung und Fremdsprachen.

  • Bundeswehr oder Zivildienst kann man unter dem Titel Ausbildung abhandeln, auch wenn sie keine Ausbildung im eigentlichen Sinn gewesen sein mögen.

  • Hat man seine berufliche Tätigkeit z.B. wegen Studium, Fortbildung, Wehr- oder Zivildienst unterbrochen, dann sollte man im Kapitel „Beruflicher Werdegang“ diesen Schritt zusätzlich zu den Angaben im Kapitel Ausbildung mit einem Einzeiler erwähnen, damit der Leser nicht über die Lücke stolpert.

  • War man viele Jahre in einem Unternehmen und hat dort verschiedene Aufgaben durchlaufen – oder man war in verschieden Tochtergesellschaften oder Niederlassungen tätig - dann nennt man im „Beruflichen Werdegang“ zunächst einmal den Gesamtzeitraum der Firmenzugehörigkeit sowie den Namen der Firmengruppe oder des Konzerns und führt dann darunter - mit eingerückten Zahlenangaben - die einzelnen Stationen mit den näheren Details auf.

  • Wer im Anschluss an seine Berufsausbildung im Lehrbetrieb weiterarbeitet, sollte ähnlich verfahren: Er nennt zunächst den Gesamtzeitraum, führt dann - mit eingerückten Zahlen - noch einmal den Zeitraum der Berufsausbildung z.B. mit dem kurzen Hinweis „Lehre“ auf und schildert dann die anschließenden Stationen im Detail.

  • Ob man seine Firmenzugehörigkeit mit Monat/Jahr oder nur in Jahren angibt, darüber streiten sich die Gelehrten. Aber so viel steht fest: Hat man sich für eine Variante entschieden, dann sollte man sie auch konsequent beibehalten.

  • Hat sich der Name des Unternehmens im Laufe der Zugehörigkeit geändert, dann nennt man bei der Angabe des Gesamtzeitraumes den ursprünglichen Namen des Unternehmens und sagt in der Zeile darunter, seit wann das Unternehmen einen neuen Namen hat oder genau umgekehrt: Man nennt den heutigen Namen und sagt, bis wann das Unternehmen den ursprünglichen Namen trug.

  • War man zwischen zwei beruflichen Stationen vier oder fünf Wochen arbeitslos, so erübrigt es sich, das im Lebenslauf anzugeben. Größere Lücken – also Zeiträume von mehr als 3 Monaten sollte man jedoch in jedem Fall erläutern.

  • Wer sich dazu entschließt, seinen Lebenslauf nach amerikanischem Vorbild zu verfassen, der sollte diese Form konsequent durchhalten und nicht mit den Konventionen des deutschen Lebenslaufes mixen. Es macht wenig Sinn, den „Beruflichen Werdegang“ retrograd – also rückwärts – zu schildern, den Ausbildungswerdegang hingegen progressiv – also vorwärts.

  • Welches Gewicht der Leser einer beruflichen Station beimisst, hängt nicht unwesentlich davon ab, wie viel Platz der Verfasser dieser Position im Text einräumt. Wer seine zwanzigjährige Firmenzugehörigkeit in seinem Lebenslauf kürzer abhandelt als die Praktika, die er vor mehr als zwanzig Jahren während seines Studiums absolviert hat, darf sich nicht wundern, wenn er nicht für voll genommen wird. Also: Wichtige Stationen werden ausführlich geschildert, weniger wichtige Stationen entsprechend kürzer gefasst.



Autorenbild Vogel & Detambel coaching for executivesÜber die Autoren:
Vogel & Detambel
coaching for executives
Lortzingstr. 7
65187 Wiesbaden
Kompetenz aus 25 Jahren Tätigkeit in den Bereichen Personalberatung und Executive Search (u.a. für Neumann International, Berndtson-Gruppe, Eurosearch-Gruppe, Knight-Wendling), Outplacementberatung seit 1994.
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