JobRobot-Logo klein
Keine Jobs auf Ihrer Merkliste.  

Bewerberforum

Haben Sie Fragen oder Tipps für das Vorstellungsgespräch?
Sie wissen, wie man erfolgreich Gehaltsverhandlungen führt?
Wie gestalten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen?
Teilen Sie Ihre Fragen und Erfahrungen mit anderen Bewerbern.

Hinweis: Beiträge und Kommentare, die im JobRobot-Forum veröffentlicht werden, geben nicht die Meinung der Webseitenverantwortlichen wieder.
Bitte verzichten Sie auf unsachliche Kommentare - Kommentare, die sog. Schmähkritik und/oder unwahre Tatsachenbehauptungen enthalten, werden von uns bei Bekanntwerden gekürzt oder entfernt.


[Zurück zur Themenübersicht]


Die Arbeitslosigkeit


Hartz 13 am 13.09.2009 / 12:53 Uhr
168 Antworten
Neuester Beitrag von Franziska am 09.09.2014 / 09:29 Uhr


Hartz 13
am 13.09.2009 / 12:53 Uhr Die Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit

Deine Liebe blendet uns aus.
Stechende Schmerzen in den Augen.
Das ist Dir aber nicht gleichgültig?
Schutzbrille, wo liegst Du?

Deine Feste machen uns taub.
Lärm-Wellen,
Lärm-Knoten
umarmen die Ohren.

Mit Zeitarbeit tröstest Du uns,
so viele Unterschriften:
Jetzt bist Du weltberühmt!
Ach, die Hände sind eingeschlafen,
Wertschätzung auf die Fahnen geschrieben:
Ein Glücks-Lager mit viel Schaum.
Steve1
am 16.09.2009 / 10:29 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Wenn ich auf Ihr Förderungsgeld warte,
bin ich 70 Jahre alt und verschlafe 30 phantastische Jahre im Filmgeschäft!

Da haben sich Leute beschwert, daß keine meiner Geschichten da spielt wo ich herkomme...
Nun ich muß dazu sagen das ich aus einem langweiligen Dorf mit langweiligen Leuten
mit noch langweiligeren Ansichten komme.
Sie wohnen in langweiligen Häusern, fahren langweilige Autos und was gar nicht so richtig
WAS LEBEN EIGENTLICH IST!
Kurzeitarbeiter
am 18.09.2009 / 09:46 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Wenn die Regierung will, bin ich mir sicher, dass sie mind. 3 Mil. neue Arbeitsplätze anbieten kann
. Es gibt soviele Möglichkeiten, aber mein Eindruck ist, dass die Regierung der Wirtschaft nicht Konkurrenz machen will. Soviele Sklavenlöhne, Zeitarbeitsfirmen, Hartz IV und Arme... Ich habe selber erlebt, wo Akademiker als Produktionshelfer bei einer Zeitarbeitsfirmen für 7, 5 Eur schaffen geht.
So wird das LAND regiert bzw. kapput gemacht...
NUR WEITER SO!!!
Kurzzeitarbeiter
am 19.09.2009 / 13:29 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Der Staat kann keine Arbeitsplätze anbieten ist eine der absurdesten Aussagen, die wir anhören müssen.
Und wie kann der Staat Arbeitsplätze anbieten- sogar es ist seine Pflicht dies zu tun, wenn Menschen mit Studium /Ausbildung auf der Straße stehen.
Schau mal die Großstäde (München, Stuttgart, Frankfurt, Berlin, Hamburg...) an: Wie viele Akadmiker ohne Job sind- ist das nicht eine Schande für das System?

Der Staat hat doch alle Angaben (Agentur), und weis, wer was kann, und macht trotzdem nichts, um
dieses Problem zu lösen.

Mein Vorschlag: 100 Mrd. EUR Programm für Vollbeschäftigung:
- 3 Mil. neue Arbeitsplätze
- 30 neue staatliche Institutionen gründen
- Arbeitsamt um 300% vergrößen
- keine Mauer mehr, im Staat dürfen alle Arbeiten, und nicht nur Parteimitgl. und Freunde
- keine Diskriminierung mehr, Arbeitsplätze für alle
-...

Was meint Ihr?

ich...
am 22.09.2009 / 22:35 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Toll .....
ich...
am 22.09.2009 / 22:42 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Glaubst du im Ernst, das hier etwas passiert? .... Die Politik hat total versagt. Ich habe bei Qimonda in Dresden gearbeitet... in Sachen Speicherchip wahren wir die Einzigen in Europa....und was ist geworden? .. aber bei Opel wird der A..ch noch mit Gold abgewischt ... Ich liebe Deutschland !!! Smiley Zwinkern
Dr.Meier
am 22.09.2009 / 22:48 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@ Kurzarbeiter:

Das ist doch wirklich Unfug.
Der Staat kann nicht für Beschäftigung sorgen - wozu das führt, haben uns doch nun hinreichend die über 50 planwirtschaftlichen Experimente der letzten 80 Jahre vorgeführt.
Die Planwirtschaft ist der freien Marktwirtschaft immer weit unterlegen, und wo immer der Staat sich übermäßig eingemischt hat, ist es letzten Endes zu Armut, Unfreiheit und Unterdrückung sowie Zwangsarbeit gekommen - ausnahmslos.

Und die Probleme, die wir in Deutschland zur Zeit erleben, sind doch nun weissgott keine Folge einer freien Marktwirtschaft, sondern ganz im Gegenteil - wieder einmal - die zwangsläufige Folge der zunehmenden staatlichen Einmischung, Enteignung und Entmündigung durch eine ausufernde verbeamtete Bürokratie.
Seit Gründung der BRD hat die Staatsquote von Jahr zu Jahr laufend zugenommen, mittlerweile dürfte die Staatsquote bei deutlich über 50% liegen, und mit der zunehmenden Verstaatlichung / Kollektivierung aller Lebensbereiche geht dann eben auch der wirtschaftliche Niedergang einher.
Dr.Meier
am 22.09.2009 / 22:51 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Oh, und noch ein Nachtrag:

All jene Politiker, die uns laufend erklären, dass Opel gerettet werden müßte, sollten mir mal erklären, weshalb sie selbst eigentlich keinen Opel fahren - eine Marktiwirtschaft kann nur funktionieren, wenn man die Erfolgreichen wirtschaften läßt und die Verschwender und Verprasser, die an den Bedürfnissen der Menschen vorbeiproduzieren, pleitegehen läßt, damit deren Mitarbeiter sich dann sinnvolleren Tätigkeiten in besser angepaßten Unternehmen zuwenden können.
Was wir z.B. bei Opel erleben, ist Gruppenegoismus in Reinkultur: Warum soll denn ein Arbeitsplatz bei Opel mehr wert sein als ein Arbeitsplatz bei Karstadt oder in der kleinen Videothek oder Fahrschule um die Ecke?
Kurzzeitarbeite
am 24.09.2009 / 20:47 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@ Dr. Meier
Ich denke, dass Sie mein Vorschalg missverstanden haben. Alle Experten sagen, dass dem Staat über 100 Mrd. im Jahr verloren gehen. (Korruption, org. Verbrechen, öff. Aufträge, usw. usw. usw)
Dann liegt doch alles auf der Hand, was man da tun soll. Es müssen Menschen eingestellt werden, sodass die staatlichen Institutinen stark genug sind, um diese sog.Löcher zu stopfen.
Zum Beisp. alleine im Gesundheitssystem gehen 50 Mrd. Euro verloren. Mit diese Summe alleine können 2 Mil. Arbeitsplätze geschaffen werden und der Staat hat doch keine Kosten, weil die Menschen erfolgreich arbeiten würden. Und das ist nur ein Beispiel von vielen...
Schau die Lage der Jugendlichen an. Mang. Ausbildung und Lehrermangel auf der einen Seite und auf der anderen Seite stehen Akadmiker ohne Lehramt auf der Straße und dürfen nicht unterrichten.
Eine Voreinstellung gegenüber einem effektivenm effizienten und demok. (keinen partei staat- wo nur die eigene Leute eingestellt werden) Staat ist fatal.
4 Mil. Arbeitslose, darunter 300 000 Akademier, das ist definitiv eine Schande für das System.
Es ist die Pflicht des Staates Menschen zu beschäftigen, wenn die Wirtschaft nicht in der Lage ist,
diese Arbeitsplätze zu schaffen. DAS GIBT KEIN ABER!!!
Dr. Meier
am 24.09.2009 / 22:43 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Und wovon sollen all diese Leute bezahlt werden?
Zwangsarbeit? Nunja, in Diktaturen gibt es keine Arbeitslosigkeit, das ist schon wahr.
Der einzig wirklich effiziente Staat ist der schlanke Staat, der sich auf wichtige hoheitliche Verwaltungsaufgaben beschränkt und die Einhaltung verbindlicher Spielregeln garantiert und sich im übrigen heraushält.
Was meinst Du wohl, warum Hongkong - die Stadt liegt auf einem kargen Felsen - in so kurzer Zeit eine so reiche Stadt geworden ist?
Kurzzeitarbeiter
am 25.09.2009 / 09:46 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Dr. Meier
Ich habe doch schon zum dritten Mal gesagt, wie diese bezahlt werden können. Erstmal zahlt der Staat das Geld, um die wichtigsten Institutionen zu gründen , die bestehende zu erweitern ... und durch diesen massiven Öffnung würden die Menschen arbeit finden und diese 100 Mrd. Eur, die verloren gehen- fangen. Also, wenn der Staat statt eine kleine Minderheit diese Summe bekommt, dann ist das ein großer Gewinn.
Der Staat gibt dann diesen Geld wieder an die Mensch ab, aber er muss dann keine 4 Mil. Menschen unterhalten.., Am Ende doch ein Gewinn.
Man kann auch sagen: Der Markt regelt sich von alleine. Viele verstehen diesen Satz falsch. Auch der Straßen- Verkehr regelt sich von allein usw. Von wegen, der Staat muss eingreifen, wenn es Probleme gibt.
Und 4 Mil. Arbeitslose, 100 Mrd. Eur Verlust, Diskrimminierung usw sind Probleme.
Wenn der Staat diese nicht löst, dann verliert seine Legitimation und was das heißt, muss
ich Ihnen nicht erklären.
Einfach gesagt: Arbeitsplätze für alle und nicht nur für sog. Freunde, Bekannte, Parteimitg. usw.

Dr. Meier
am 25.09.2009 / 10:01 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Das ist doch Kokolores: Woher soll denn der Staat wissen, welche Arbeitsplätze zu schaffen sind und welche nicht, welche Arbeitsplätze sich am Markt behaupten könnten und welche nicht?
Solche Einschätzungen können nur selbständige Unternehmen am Markt treffen, aber keine staatlichen Funktionäre. Nur das Privatunternehmen, das aus ureigenem Profitinteresse tätig wird, ist in der Lage, halbwegs abzuschätzen, ob beispielsweise ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung benötigt wird.
Staatliche Funktionäre können solche Einschätzungen nicht im mindesten treffen.
Was Du da erzählst, ist planwirtschaftlicher Zentralismus in Reinkultur.

Erstmal zahlt der Staat das Geld, um die wichtigsten Institutionen zu gründen... genau DAS ist entspricht zu 100% der Definition der Planwirtschaft. Woher soll denn der Staat wissen, WELCHE Insitutionen wichtig seien?
Wer entscheidet das? Muss ja ein politischer Funktionär sein. Und woher soll der das wissen? Und wer haftet dafür, falls es danebengeht?
Opel ist ja ein gutes Beispiel: Die Politik ist der Meinung, dass Opel eine wichtige Institution sei und stützt diesen Betrieb mit einer Menge Geld.
Der Markt (und somit die Kunden!) aber ist offenbar der ganz anderen Auffassung, dass die Zeit für Opel abgelaufen sei, denn ansonsten würden sich deren Autos ja gut verkaufen und es gäbe gar nicht diese Probleme.
Wer hat nun recht? Die Politiker oder der Markt (= wir Käufer)?
Jede echte Marktwirtschaft ist im Grunde ein fortwährender demokratischer Entscheidungsprozess, den wir alle laufend täglich treffen: Denn wir alle stimmen täglich mit unserem Geld und unseren Füßen darüber ab, welche Produkte und Dienste wir im Laden kaufen wollen und welche nicht.
Nick
am 25.09.2009 / 11:21 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Dr. Meier
ich denke, wenn die Staaten Institutionen errichten, die dabei helfen, den Markt vernünftiger zu regulieren, hat dies nichts mit Planwirtschaft zu tun. Wir haben jetzt alle miterlebt, mit was für einer Dreisitigkeit sich viele Bänker auf Kosten der Allgemeinheit bereichert haben und damit ganze Volkswirtschaften gegen die Wand gefahren haben. Ich möchte hier nicht auf die komplexen Mechanismen eingehen, die die Bänker gnadenlos anwenden konnten, nur weil es keine vernünftige Marktregulierung gab. Ich hoffe, dass der G20 Gipfel in Pittsburgh neue Konzepte liefern wird, wie die globalen Finanzmärkte, Banken, Ratingagenturen, Finanzprodukte, Zweckgesellschaften etc reguliert werden.
Einige weitere spezifische Beispiele weshalb wir eine vernünftige Marktregulierung benötigen:

Es ist nicht in Ordnung, wenn ein CEO während seiner Amtszeit 500 Millionen Dollar Gehalt bezieht, wenn sein einziger Beitrag der war, eine der größten Banken gegen die Wand zu fahren (Richard Fuld CEO von Lehmann Brothers)
Es ist nicht in Ordnung wenn ein unfähiger Manager 15 Millionen Euro Abfindung nur dafür erhält, dass er innerhalb seiner 6 monatigen Tätigkeit ein ganzes Unternehmen in die Insolvenz geführt hat (Karl-Gerhard Eick von Arcandor)
Es ist nicht in Ordnung, dass die Banker, die soviele Kalamitäten verursacht haben, anstatt zur Rechenschaft gezogen zu werden, mit Abermilliarden von Steuergeldern unterstützt werden.
Es ist nicht in Ordnung, wenn im selben Atemzug eine Kassiererin, die angeblich Bons im Werte von 1,30 Euro entwendet hat, fristlios entlassen wird. Dabei konnte man ihr diese Tat auch überhaupt nicht nachweisen.
Ich kann diese Liste der Ungerechtigkeiten in der Wirtschaft endlos fortsetzen, nur würde dazu dieser Blog nicht mehr ausreichen und ich müßte ein Buch schreiben. Dies sind nur einige wenige Beispiele, die belegen, dass eine vernünftige Marktregulierung durch entsprechende Institutionen und Gesetze von äußerster Wichtigkeit ist.

Zu Opel:
Ja das Management hat kläglich versagt. Wie viele andere Autoproduzenten hat man hier an den Bedürfnissen des Marktes vorbeiproduziert. Wenn man aber Opel sang- und klanglos untergehen ließe, würden ca 700 Zulieferer in Mitleidenschaft gezogen. Es würden damit sehr viele Arbeitsplätze verloren gehen. Deswegen ist es in diesem Fall in Ordnung, dass der Staat mithilft, um soviele Arbeitsplätze wie möglich zu retten. Dies gibt Opel, Magna und Co etwas Luft um das gesamte Geschäftmodell zu überarbeiten mit der Zielsetzung ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept zu implementieren.

Fazit: Es darf einfach nicht sein, dass tausende von Arbeitnehmern für die Unfähigkeit, Dekadenz, Niedertracht & Integritätslosigkeit einiger Manager bezahlen müssen.

Beste Grüße, Nick
Dr. Meier
am 25.09.2009 / 11:42 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Hallo Nick,
ich habe gerade nicht viel Zeit, kann daher nicht auf alle im Detail eingehen.
Nur so viel zu den Banken:
Gerade im Bankenbereich haben wir doch mal wiede exemplarisch gesehen, wozu es führt, wenn sich Politiker einmischen. Gerade die Staatsbanken, die von Politikern reguliert und kontrolliert werden sollten, sind massiv an die Wand gefahren.
Und hier erkennen wir auch, dass wir schon lange nicht mehr in einer gesunden freien Marktwirtschaft leben.
Denn in einer echten freien Marktwirtschaft würde man Bankinstitute, die am Markt versagen, konsequent untergehen lassen. Es ist letztlich eine Ungeheuerlichkeit, dass der Steuerzahler für die massiven Fehlentscheidungen eintreten soll - mit einer echten Marktwirtschaft hat das alles nicht mehr zu tun.
Desweiteren - das mag auf einige sehr provokativ wirken - muss man auch von Arbeitnehmern erwarten können, dass sie sich selbständig Gedanken darüber machen, in was für einem Betrieb sie nach Arbeit suchen.
Wer z.B. heutzutage als Zechenkumpel anfängt und sich dann einige Jahre später darüber beklagt, dass sein Arbeitsplatz - mangels staatlicher Subventionen - nicht mehr sicher sei, der muss sich dann auch mal die Frage gefallen lassen, weshalb er nicht vorher darüber nachgedacht hat, ob dieser Beruf oder das betreffende Unternehmen eine Zukunft hat.
Es kann doch nicht angehen, dass immer wieder für einige kleine Gruppen Sonderspielregeln und Sonderzuwendungen geschaffen werden, nur weil sie am lautesten schreien.

In den Kleinunternehmen und Mittelständlern wird der größte Teil der deutschen Arbeit verrichtet, trotzdem schert sich kein Mensch darum, wenn beispielsweise die Fahrschule um die Ecke die Sekretärin oder die Autowerkstatt in der Seitenstrasse einen Mechaniker entlassen muss - da gibt es keine staatlichen Subventionen von EUR 400.000,- pro Arbeitsplatz. - viel Geld, das zuvor den erfolgreich und sparsam wirtschaftenden Unternehmen als Zwangsabgaben abgepresst worden und dann an die nicht-erfolgreichen und nicht-sparsamen umverteilt worden ist.

Mit einer freien Marktwirtschaft hat all das schon lange nichts mehr zu tun.
Nick
am 25.09.2009 / 12:19 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Hallo Dr. Meier,

zu den Banken:
genau das ist der Punkt, Politiker kennen sich mit den komplexen Abläufen an den Kapitalmärkten nicht aus und sind daher keine besonders guten Kontolleure. Deswegen wird eine globale Institution benötigt, die sich mit den Mechanismen an den Kapitalmärkten auskennt, um konsistente Regeln aufzustellen und um eine scharfe Bankenaufsicht sicherzustellen. daher erhoffe ich mir einige positive Impulse vom G20 Gipfel.
Nur am Rande: HRE und Commerzbank sind keine Staatsbanken und haben bisher den deutschen Steuerzahler in Deutschland am stärksten beansprucht: HRE eine buchstäblch bankrotte Bank mit 103 Milliarden Euro und die Commerzbank mit 18,5 Milliarden bei einer Marktkapitalisierung von nur 3,5 Milliarden Euro.
Aber grundsätzlich sehe ich es bei den Banken genauso, man hätte sie allesamt untergehen lassen sollen.
Es ist eine Unding, dass man marode Parasiten auf Kosten der Steuerzahler saniert. Den Leuten wird vorgegaukelt, es handle sich um systemische Institute, die die ganze Wirtschaft in den Abgrund ziehen würden, falls man sie nicht retten sollte. Dies ist bisher die schlimmste Lüge die verbreitet wurde.

Aber genau bei der Finanzkrise erkennt man, wie wichtig vernünftige Regeln sind, um solche Exzesse in der Zukunft zu vermeiden.

Kurzzeitarbeiter
am 25.09.2009 / 12:26 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Nick
Ich nehme die Situation genau so wahr wie Sie. Der Staat muss eingreifen, wenn
bestimmte Probleme vorhanden sind. Alles anderes ist Anarchie, die man uns
als freie Marktwirtschaft verkaufen will.
@Dr. Maier
Sie wollen mich nicht verstehen, da Sie meine Vorschläge mit Planwirtschaft in Verbindung setzen und somit mich dann von vorne rein ins schlechte Licht stellen. Das merkt wohl jeder hier!
Dem Staat gehen 100 Mrd. EUR Jah pro Jahr verloren (Korruption, Betrug, org. Verbrechen...) und mehr als 2 Mrd. Euro im Jahr müssen zur Unterhaltung der Arbeitslosen aufgebracht werden. Soll man diesen Status Quo beibehalten oder versuchen diese Probleme zu lössen. Ich plädier für den zweiten Weg.

Wo kann der Staat neue Arbeitsplätze schaffen?

1 Beispiel: Öffentlicher Dienst, Institutionen, Verbänden, Stiftungen, Forschungsinst, Polizei, Verfassungschutz, Zoll, Finanzamt, Agenur für Arbeit.... sollen Ihre MAUR aubreisen und allen Menschen Arbeitsplätze bieten.
Bundesweit könnten fast 300 000 Akadmierker (die auf der Straße sind) in o.g. Bereiche untergebracht werden. Die dann zur Bekämpfung von Korruption, Betrug, org. Verbrechen, Jugenkriminalität usw. eingesetzt werden
2 Beispiel: Schulen, Jugenämter, Kindergarten, Gefängnise...
Dort könnten enorme Arbeitsplätze entstehen, damit die Jugendlichen von Morgen richtig erzogen und ausgebildet werden, sonst hat der Staat wieder mehr Kosten zu tragen. Die Wirtschaft hätte auch mehr davon, wenn dann die jug. mit einem guten Ausbildungsreife zu Ihnen kommen würden...

3 Beispiel: Gesundheitssystem
Alleine hier gehen 50 Mrd. Eur unter dem Tisch. Hier muss man die Finger in die Wunde legen und Institutionen gründen, die diese Summe endlich fangen.

So könnten bis zur 2 Mil. neue Arbeitsplätze entstehen. Bis die neue Gebäuden entstehen, könnten die Menschen auch von Zuhause ihre Analysen bzw. Aufgaben erledigen.

Gruß



Dr. Meier
am 25.09.2009 / 12:45 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@ Kurzzeitarbeiter:
Wenn der Staat in die Wirtschaft in der von Dir dargestellten Weise eingreift, dann bezeichnet man das nunmal als Planwirtschaft. Das ist schlicht und einfach die korrekte Begriffsdefinition.

Beispiel einer Definition:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zentralverwaltungswirtschaft

Zitat: Der Begriff Zentralverwaltungswirtschaft (auch Zentralplanwirtschaft oder Planwirtschaft) bezeichnet eine Wirtschaftsordnung, in der wesentliche Allokationsentscheidungen von einer Verwaltungsinstanz zentral getroffen werden.

Wenn also staatlicherseits - wie von Dir ja erwünscht - zig bis hunderte Milliarden Euro auf der Basis staatlicher Planungen investiert werden sollen, dann handelt es sich dabei definitionsgemäß um eine Planwirtschaft, denn die Allokation wesentlicher Ressourcenteile wird dann von einer zentralen staatlichen Stelle vorgenommen und nicht mehr von privaten Investoren.

(Übrigens: Wenn Du schon mit solchen Zahlen herumwirfst, dann wäre es schön, wenn Du mal Quellen nennst. Woher beziehst Du Deine Information, dass dem Staat pro Jahr - 100 Milliarden - durch Korruption etc. verlorengingen? Und wenn ja, wobei konkret?)

Und wenn es so wäre (was durch Fakten zu belegen wäre), dann ist genau das auch ein weiteres Argument GEGEN weitere staatliche Einmischungen, denn Korruption vermehrt sich in dem Maße, wie sich die Machtbefugnisse staatlicher Behörden vermehren.
Deshalb war und ist die Korruption in sozialistischen / kommunistischen Staaten ja eine reguläre Begleiterscheinung , weil eben die enorme Machtfülle, die in solchen Systemen den Politikern und Verwaltungsvertretern zuerkannt wird, dann auch zu Missbrauch verführt und einlädt.

In den letzten 90 Jahren wurde in über 50 Großversuchen mit mehreren zig Millionen Beteiligten jede Form zentraler Planungswirtschaft durchgespielt, und es gibt kein(!) einziges erfolgreiches Beispiel dafür - auch nicht in den westlichen Industrienationen - , dass staatliche Planung jemals einer privatwirtschaftlichen Planung überlegen gewesen sei.

Dafür gibt es einige einfache Gründe, z.B.

- Keine persönliche Haftung der Beteiligten.
Wenn keiner der Beteiligten persönlich haftet, dann wird auch nicht die erforderliche Sorgfalt an den Tag gelegt. Denn es gibt dann ja keine Bestrafungsinstanz in Form von Vermögensvernichtung.
Das kann man wunderbar auch an unserer Managerkaste betrachten, die ja - ganz wie staatliche Funktionäre - in der Regel für nichts haftet:
Wer nämlich für nichts haftet muss, aber im Erfolgsfall Provisionen erhält, geht natürlich übermäßige Risiken ein, denn der Gewinnchance steht ja kein persönliches Risiko entgegen.
Jedes Kleinunternehmen wirtschaftet ganz anders - warum? Weil der Inhaber persönlich haftet und für alles mit seinem Haus und seinen Ersparnissen geradestehen muss.

Mit anderen Worten: Wer eigenes Geld verwaltet, arbeitet immer sorgfältiger als jene, die fremdes Geld verwalten.
Nick
am 25.09.2009 / 13:53 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Dr. Meier,
ich denke, wir sollten uns nicht zu sehr mit der Semantik aufhalten. Wenn Sie beispielsweise das Einstellen von Lehrern in staatlichen Schulen als Planwirtschaft bezeichnen wollen, ist es zwar eine Verzerrung der Grundbedeutung des Wortes Planwirtschaft, aber soll mir dennoch recht sein.
Wesentlich ist, dass durch staatliche Fördermittel die Bildung gefördert wird und wertvolle Arbeitsplätze geschaffen werden und solche Massnahmen kann man nur begrüßen.

Die Idee Institutionen zu errichten, um Korruption verstärkt zu bekämpfen finde ich auch gut. Wenn man bedenkt, dass die Wirtschaftskriminalität allein im vergangenen Jahr 3,4 Milliarden Euro Schaden angerichtet hat und 30% dieser Delikte vom Top Management begangen wurden, finde ich diesen Vorschlag gut. Die 3,4 Miliarden Euro sind nur die polizeilich erfassten Taten, die Dunkelziffer dieser Taten liegt sehr viel höher und ist sehr schwer abzuschätzen.

Abgesehen davon, was Sie im Zusammenhang mit der persönlichen Haftung von angestellten Managern sagen, kann ich nur befürworten.
Kurzzeitarbeiter
am 25.09.2009 / 14:10 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Dr. Maier
Planwirtschaft verfolgt andere Absichten, nämlich die eigenen Leuten von A bis Z unterzubringen. Planwirtschaft ist nicht anderes als Parteiwirtschaft. Nur durch Vitamin B kommt man da rein- so wie auch heute in unseren Gesellschaft üblich geworden ist.
Das Ziel der Parteienwirtschaft ist nicht die Arbeitslosigkeit zu beseitigen und Menschen glücklich (reich) zu machen, sondern ihre Positionen (Macht) zu erhalten.
Meine Vorschläge sind enben das Gegenteil der Fall, der Staat soll ihre MAUER abbauen, alle Menschen einstellen, und so effektiv sein.
Schauen Sie mal hier zwei Link:
http://www.wiwo.de/politik/milliarden-verluste-durch-betrug-und-korruption-142308/
http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/DocED9B890F2D66C4115BD47BBC05FD923F5ATplEcommonScontent.html
usw. usw. usw.
Ich verurteile den Kommunismus bis an die Würzel!
Hier geht es nicht um Ideologien, sondern wie der Staat den Menschen arbeit anbietet, wenn die Wirtschaft diese nicht tun wll, kann?
Und wie der Staat die o.g. Probleme löst?
Mit Bitte und Appelierungen kommt man da nicht weiter, Wirtschaft wil nur Profit, fertig. Das ist genau so, wenn man einem Wolf (Wirtschaft und Co.) sagt, bitte töte die Scharfen und Kälber ( Arbeiter und CO.) nicht.
Wenn da keine Kontrolle statt findet, werden die Zähne immer tiefer im Hals sitzen.
Der Staat muss eine Bestrafung -Belohungssytem einführen und kein Mensch darf ohne Job länger als
3 Monate bleiben. Das ist eine MUSS PRÄMISSE!!!
Es kann nicht sein, dass sagar Akadmiker auf der Straße sitzen und Sie sagen, der Staat soll gar nicht machen.
Es kann nicht sein, dass Jahr pro Jahr 100 Mrd. Eur verloren gehen, und Sie sagen, der Staat soll gar nicht machen.
Es kann nicht sein, dass Diskrimminierung auf der Tagesordung ist, und Sie sagen, der Staat soll gar nicht machen.
Ich bin fest davon überzeugt, dass diese (der Staat soll nichts machen)Denkweise falsch ist und wird (eine Frage der Zeit) bald die Gesellschaft in die Krise stürzen.
Gruß

we
am 30.09.2009 / 10:04 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
die fdp wird mehr arbeitsplätze schaffen. meine prognose: pro jahr eine millionen neue arbeitsplätze.
kopf hoch!!!
Einer von Vier Millionen A
am 05.10.2009 / 17:24 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@we
Klar wird das geschehen. Im Traum und das nur für paar Minuten!

Solange die 4 Millionen Menschen ruhig sind, wird
einfach soweiter so eine Politik gemacht. Das ist eine sehr , sehr, sehr alte Weisheit-leider!!!
Stutt
am 12.10.2009 / 15:50 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
nur in stuttgart sind über 20. 000 ( mind. 7 000 akademiker ) menschen ohne job.
und das in der metropole.
was machen die schläfer angestellten bei der bundesag. für arbeit?
NICHTS!!!!
we
am 15.10.2009 / 17:13 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
was habe ich schon gesagt, die fdp wird neue arbeitsplätze schafen.
auch hatz iv wird gründ. reformiert.
wählt nur noch die fdp!!!
straube
am 22.10.2009 / 09:25 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
die vorredner haben nur zum teil recht staatliche einmischungen hat es schon immer gegeben und wird es immer geben die lobbyisten und deren politiker sind auch nur wirtschaftliche vorraussetzungen gebunden
Happy
am 24.10.2009 / 20:51 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Seid gegrüßt, alle miteinander.
Ich habe Eure Kommentare nun schon länger verfolgt.
Kurzzeitarbeiter: Ich verstehe nicht, warum Du permanent auf den Staat rumhackst. Meines Erachtens ist es doch Aufgabe der Firmen (diese werden wohl ausreichend vom Staat unterstützt und subventioniert!), die fähigsten Mitarbeiter auszusuchen und einzustellen. Und davon gibt es viele - vor allem auch jene, die von Grund aus ehrlich sind. Keiner kann jedoch von vorne herein die Hand für einen Mitarbeiter ins Feuer legen.
Korrupt handeln wird nur derjenige, der mächtig ist, denn der kleine hat dazu keine Chance.
Vielmehr liegt es an deren Erziehung. Ich darf hier an dieser Stelle anmerken: Fast jede 2. Ehe ist geschieden. Woran liegt es? An der Moral?
Würden wir wieder mehr auf Gott zugehen und die Gebote achten, wären wir doch größtenteils gegen die Verfehlungen immun.
Die Menschheit weiß doch heute schon fast gar nicht mehr, was gut und schlecht ist. Und wer einmal die Hemmschwelle überwunden hat, der hat auf Dauer keine mehr.
Und einem Mächtigen Einhalt gebieten - das bedarf schon einer großen Anstrengung. Aber wollen wir uns denn anstrengen?

Ich habe in meinem bisherigen Berufsleben verschiedene Wege durchlaufen. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass es immer an einem selbst liegt, was er aus sich macht und vor allem, wie er es tut. Und das hat nichts mit dem Staat zu tun. Im Gegenteil. Der Staat hilft vollkommen verarmten Kindern, in dieser Armut einigermaßen menschenwürdig zu existieren.
Leider aber müssen durch die vielen Ehescheidungen sehr viele Mütter arbeiten.
Denken wir doch an früher. Da waren die Mütter zu Hause bei ihren Kindern und haben die Kinder erzogen. Das ist doch heute gar nicht mehr möglich. Die Kinder waren auf den Straßen beim spielen. Lärmten und tobten.
Heute sitzen sie vor dem Fernsehern und den Computern, sehen sich die gräßlichsten Filme an und spielen die brutalsten Spiele.
Und das nur, weil die berufstätigen Mütter vollkommen überlastet sind und keine Nerven mehr für die Kinder haben.
Wie soll dann ein Manager, der möglicherweise sogoar aus einer kaputten Familie stammt und dem keiner mehr beibringen konnte, was richtig und falsch ist, sich verhalten?
Sage mir mal einer, wie das funktionieren soll.
Ich sage, die Mütter sollen weiterhin zu Hause bei ihren Kindern bleiben. Das schafft neue Arbeitsplätze für die Männer. Dann sind weniger Frauen am Arbeitsplatz - die Männer können dann nicht mehr schwach werden und mit der Kollegin was anfangen, denn es werden keine mehr da sein oder zumindest nur sehr wenige und das Familienleben stimmt doch wieder. Es kehrt wieder Harmonie ein. Sie gehört nun mal zu einem glücklichen Leben.
Ich werde fast wahnsinnig, wenn ich nur daran denke, dass die kleinen Würmchen schon weg in die Kitas müssen, nur weil die Mütter arbeiten gehen. Ist doch klar, dass hier Hektik und Stress schon in der frühesten Kindheit registriert wird und sich im Laufe der Jahre zu einem Hass und Aggessionen aufbaut.
Die Gesellschaftsschichten gab es immer schon. Und korrupte Bankiers auch. Weshalb regen wir uns dann auf? Wenn man das ganze System ändern wollte, müßte die Sintflut kommen und alles wegspülen. Dann hätten wir Menschen, oder zumindest diejenigen die übrig bleiben, die Möglichkeit eines Neubeginns.
Es ist einfach alles zu eingefahren. Und das kann nicht von heut auf morgen geändert werden.
Ich hätte noch so vieles zu sagen. Aber da müßte ich ein Buch schreiben, wie Nick.

Vielleicht wäre das genau das richtige und die Menschheit käme endlich zum überlegen.

Viele Grüße
Happy
Das ganze System gehört verändert.

Dr. Ing.
am 29.10.2009 / 09:52 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Bzgl. deinem Satz : Das System gehört verändert. - Es sind viele kleine Stellschrauben im System zu beachten. Als neg. Bsp. emfinde ich die wachsende Zahl von befristeten Jobs gerade im akademischen Bereich. Hangelt man sich als Akademiker von einer befristeten Stelle zur nächsten (auch im öffentl. Dienst sind fast alle wiss. Mitarbeiterstellen auf max. 3 Jahre befristet) verliert man langsam die Lust! Die Lust - Wissenschaft und Forschung weiter zu betreiben, die Lust - zu konsumieren, die Lust - zu heiraten, die Lust - Kinder zu kriegen,.........Und damit geht das ganze System kaputt! Die Arbeitslosigkeit dazwischen, die ständigen bundesweiten Umzüge zermürben mich als Akademiker. Und dann wird immer davon gesprochen, wie toll eine gute universitäre Ausbildung sei! Grrrrr!
Nick
am 29.10.2009 / 19:18 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Hallo allerseits,
es stimmt ja alles was hier geschrieben wird. Happy hat richtigerweise auf die gesellschaftlichen und sozialen Probleme hingewiesen, es wurde mehrfach auf die Korruption und Vetternwirtschaft in der Politik und Wirtschaft hingewiesen, dann betont Dr.-Ing. völlig korrekt, dass selbst hochqualifizierte Akademiker mittlerweile auf dem Arbeitsmarkt Probleme haben und diejenigen, die beispielsweise in Großkonzernen arbeiten, zerfleischen sich teilweise gegenseitig, weil sie meinen, dass sie dadurch sicherstellen können, dass bevor sie bei den derzeitigen Überkapazitäteten ihren Job verlieren, eher ihr nächster Kollege entlassen wird. Folglich befinden sich sehr viele Menschen mitten in einem Trauerspiel, egal ob sie derzeit in Brot und Lohn stehen oder nicht.
Als Anregung: Es wäre doch jetzt interessant, konkret darüber zu reden, was man in dieser Situation proaktiv tun kann, um eine positive Veränderung herbeizuführen.

Beste Grüße

Nick
betrofferner
am 30.10.2009 / 04:26 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Smiley rollende Augen WAS ICH ? ! Smiley Cool JA SIE DA SIE ZU TEUER SIND Smiley confused und ich noch hier bin
Happy
am 30.10.2009 / 12:04 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Hallo Nick,
eine Veränderung kann m. E. nur von den Mächtigen herbeigeführt werden. Sie müssen klare Vorgaben, z. B. befristete Arbeitsverträge, ausradieren. Das motiviert wieder sich weiter zu bewerben.
Die Fleischer in den Großkonzernen wird es nach wie vor geben, denn die meisten haben auf irgend eine Art und Weise Komplexe, die sie damit kompensieren. Sie bräuchten eine Therapie.
Die vielen Arbeitslosen sind teilweise selbst schuld, denn die meisten Jugendlichen komsumieren Drogen. Ich selbst habe die Erfahrung mit meinen beiden Töchtern hinter mir. Grausam - aber ich bin froh, es geschafft zu haben, dass sie keine Drogen mehr konsumieren. Es hat lange gedauert und mich meine ganze Energie gekostet. Dabei bin ich Alleinverdienerin.
Mein Mann suchte sich eine andere und bezahlte keinen Unterhalt. Auch solche Dinge will man nicht mit in die Arbeit nehmen. Die will man zu Hause lassen, um in der Arbeit nicht schief angeschaut zu werden oder auch um nicht hintenherum verlacht zu werden. Ich mußte arbeiten um meine Kinder ernähren zu können.
Ich appeliere dringend an die Mütter, zu Hause zu bleiben bei ihren Kindern, wenn es nur irgendwie geht. Sie brauchen die Mutter und die Väter sollen bitteschön für ihre Familien sorgen - wie es früher war. Dieses System ist und war nicht verkehrt.
Die Männer sind ausgeglichener und verrichten ihre Arbeiten konstruktiver und die Frauen halten ihnen den Rücken frei.
Und, liebe Männer, achtet Eure Frauen und schätzt das, was sie für Euch tun!

Die Alten werden abgeschoben - in Altenheime. Das kann doch nicht gut gehen. Auch sie haben noch auf irgend eine Art und Weise einen Stellenwert hier in unserer Gesellschaft. Sie wirken ruhig und weise auf Kinder ein, können sie stundenweise beaufsichtigen (auch wenn sie verhätschelt werden - das macht doch nichts). Die Kinder brauchen das.
Man sagt immer: Jung und alt gehören nicht zusammen. Das stimmt nicht. Die Jungen lernen von den Alten.

Wir müssen wieder bei unseren Wurzeln anfangen - nämlich bei den Kindern. Sie sind unsere Zukunft. Und wenn wir das begriffen haben, kommt eine Wende.

Das ist mein Verbesserungsvorschlag um eine Veränderung des Systems herbeizuführen und den sollten wir alle mal überdenken.
Liebe Grüße
Happy
Happy
am 30.10.2009 / 12:11 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Hallo,
ich habe da noch einen Nachtrag für die Akademiker.
Aber auch ein befristeter Vertrag kann in einen unbefristeten umgewandelt werden. Also, haben Sie Geduld und beweisen Sie, was sie können und in Ihnen steckt.
Liebe Grüße
Happy
Happy
am 07.11.2009 / 13:39 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Meine Herren,
ich hoffe, ich bin keinen von Euch mit meinen Kommentaren zu Nahe getreten. Auch wir Frauen sind nicht um recht viel besser, was die Treue anbelangt. Trotzdem wäre das m. E. schon mal ein guter Ansatz in verschiedenen Richtungen.
Viele Grüße
Happy
agonie
am 09.11.2009 / 11:14 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Dr. Ing.
sie haben die situation ohne schmicken und co. beschrieben. endlich kommt die wahrheit ins licht.
bin selber in der produktion beschäftigt und habe sogar akademiker im laden (meistens sozilawissenschaftler), die als leiarbeiter (Zeitarbeitsfirmen) für 8 euro schaffen.
ich habe hauptschulabschluss und die armen akdad. über 6- 7 Jahre Uni und dann sind die so tief
gefallen. warum soll dann meine tochter oder mein sohn studieren?
das ganze system ist faul geworden, sonst kann man diese situation einfach nicht erklären.


kongo
am 09.11.2009 / 15:52 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Agonie:

Naja, wer konsequent irgendwelche Selbstverwirklichungsfächer - Orchideenfächer - am Markt vorbeistudiert, der darf sich dann am Ende auch nicht wundern, wenn er keine passende Tätigkeit findet.
Wir brauchen nunmal in Deutschland nicht eine Million Germanisten oder zwei Millionen Sozialpädagogen.
Schlimm genug, dass die Allgemeinheit diesen Leuten eine teure Hochschulausbildung bezahlt, für die es keinerlei Bedarf gibt.
Happy
am 10.11.2009 / 15:09 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Hallo Kongo,
wie wäre es denn, wenn es keine Studierenden gäbe? Hättest Du ein Kind, das unwahrscheinlich schlau ist, würdest Du es dann nicht studieren lassen?
Es ist nur tragisch, dass es beim Staat, wie auch bei privaten Firmen derzeit sehr wenig Bedarf gibt - und das hängt wiederum mit unserer gesamtwirtschaftlichen Situation zusammen.
Es ist einfach ein Kreis, der durchbrochen werden muss. Hinzu kommt, dass sich sehr viel Industrie ins Ausland verlagert hat, z. B. China. Die produzieren für Billiggeld und wir sollen das minderwertige Produkt kaufen? Das ist doch nicht mehr realisierbar.
Wir müssen es wieder schaffen, zur Industrienation zu werden, dann geht es uns wieder besser.
Viele Grüsse
Happy
Kongo
am 10.11.2009 / 15:30 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Happy:

Das ist doch schon eine grundfalsche Einstellung: Denn im Leben zählt doch eben nicht nur, was ICH oder mein schlaues Kind will, sondern ob das, was ich erlerne, auch für andere Menschen einen Sinn und Nutzen ergibt.
Und da muss man ganz deutlich sagen:
Wir brauchen nunmal kein Millionenheer an Germanisten, Historikern, Soziologen oder Juristen.
Ingenieure, Techniker, Naturwissenschaftler, Ärzte: Das sind zweifellos Studiengänge, die in einer modernen Hochindustrienation benötigt werden - und die Berufschancen für diese Berufsgruppen sind nachwievor nicht schlecht.

Jeder, der einen Beruf ergreifen will, muss sich daher vorab fragen:
Erbringe ich mit meiner Tätigkeit, die ich anstrebe, für andere Menschen einen echten Nutzen?
Und ist der Nutzen so gross, dass die anderen bereit sein werden, mit mir ihre Arbeitsergebnisse auszutauschen (= zu bezahlen)?

Und dass es zur Zeit wenig Bedarf gibt, nunja, das ist die eine Seite - die andere Seite ist, dass wir in Deutschland Millionen Menschen haben, die schwarz arbeiten - mit anderen Worten: Arbeit wäre offenbar sehr viel mehr vorhanden, nur sind viele Menschen nicht mehr bereit, den Enteignungsstaat an den Arbeitserträgen zu beteiligen.

Wenn ein Klempner selbst 6 Stunden arbeiten muss, um sich eine Arbeitsstunde eines anderen Klempners leisten zu können, dann läuft etwas in diesem Land ganz übel schief.

Warum verlagert sich denn die Industrie ins Ausland?
Weil man festgestellt hat, dass die Chinesen nicht dümmer sind als wir, im Gegensatz zu uns aber offenbar bereit sind, mehr zu leisten bei geringerem Wohlstand.

Wenn wir also weiterhin unseren Wohlstand halten wollen, dann geht das nur, indem wir die Spitze der Forschung und Wissenschaft besetzen und weiterhin Produkte und Leistungen erbringen, die im Ausland nicht erbracht werden können, mithin also Leistungen erbringen, bei denen wir nicht einfach von anderen ersetzt werden können.
Und dazu braucht es qualifizierte Fachleute: Aber eben nicht eine Million Germanisten oder zwei Millionen Friseure und Nageldesigner.
kongo
am 10.11.2009 / 15:41 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Happy:

Ich bin ja im Grunde Deiner Meinung, dass wir eine Industrienation sein sollten, denn nur so kann unser Wohsltand erhalten bleiben.
Aber ich befürchte, dass sich in D mit den Jahren eine Dekadenz breitgemacht hat, die dem leider ganz deutlich entgegensteht...
Viele Deutsche scheinen ja immer zu glauben, dass Wohlstand eine Art deutsches Grundrecht sei - und da täuschen sie sich, der Wohlstand in diesem Land ist ja nicht vom Himmel gefallen, sondern wurde hart erarbeitet, durch Tüchtigkeit, Fleiss, durch Ideenreichtum und Arbeitswillen.

Wo aber diese Eigenschaften verschwinden, wird sich mit der Zeit dann auch der Wohlstand auflösen, denn andere Völker sind eben nicht dümmer als wir.

Die Kennzeichnung Made in Germany wurde ursprünglich in England ersonnen, um die früher minderwertigen deutschen Produkte von den höherwertigen englischen Produkten abgrenzen zu können.
Erst mit den Jahren wurde daraus ein Gütesiegel für Qualität - ähnlich wie die Japaner in den vergangenen Jahrzehnten sich von einem Agrarstaat zu einem Hochindustrieland entwickelt haben und Made in Japan nun ebenfalls kein Schimpfwort, sondern ein Gütesiegel ist.
Happy
am 12.11.2009 / 12:12 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Hallo Kongo,
Du hast es auf den Punkt gebracht. Gute Ausführung und vor allem vielen dank für Deinen geschichtlichen HIntergrund. Was machst Du beruflich?
Gruss, Happy
Kongo
am 13.11.2009 / 05:27 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Happy:

Hallo Happy,
ich habe mal Geschichte studiert. Aber ich arbeite nicht als Historiker, sondern als Programmierer, also was ganz anderes... Smiley Zwinkern
hallo
am 18.11.2009 / 15:15 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
ausbildung nützt nichts mehr leute
abc
am 19.11.2009 / 10:43 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Naja, das kommt wohl ganz auf die Ausbildung an... Smiley Lachen
Die Lebensstellung, in der ein Arbeitnehmer 40 Jahre absitzt, tja, die wird es wohl nur noch selten geben.
Aber ansonsten: Die Arbeitslosigkeit liegt bei den Niedrigqualifizierten erheblich höher als beispielsweise bei Akademikern.
Pleite
am 06.12.2009 / 16:50 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Früher habe ich nicht geglaubt, wenn mir die Betroffenen - Arbeitslosen die Angestellten der Bundesagentur für Arbeit als A..... bezeichnet haben.
Jetzt bin ich selber arbeitslos geworden und weiß wovon die Leute gesprochen haben. 1 Jahr arbeitslos und bis jetzt nur sog. Kontrollen (Beratung!) finden statt. Sonst nichts.
Sie sollen Kontakte mit der Wirtschaft und dem Staat knüfen und die Leute in geegnete Positionen bringen, denn dafür werden sie auch bezahlt. Passiert tut aber nichts.
Wie lange noch diese Vorgehensweise???
jcs
am 07.12.2009 / 08:54 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Hallo Pleite,

ja, stimmt.

Am Anfang hofft man noch, dann wird einem aber sehr schnell klar, dass die Agentur letztlich nur sich selbst und dann die Arbeitslosen verwaltet. Mehr findet nicht statt.

Dass sich der Arbeitslose selbst über Möglichkeiten, auch der Fortbildung, bemüht, versteht sich ja hoffentlich von selbst. Aber, dass so ü-b-e-r-h-a-u-p-t nichts von den (Achtung Satire) sogenannten _Kundenberatern_ kommt, ist schon erschreckend.

Als ich in diese Situation kam, wurde ich so begrüßt:
Gehen Sie bitte davon aus, dass ich für Sie mit Ihrer Qualifikation und Berufserfahrung nichts tun kann!

Ein echter Brüller Smiley Zwinkern

Das überrascht allerdings auch nicht wirklich, da es i.d.R. recht junge Sachbearbeiter/-innen sind, die von der Agentur -an der Front- eingesetzt werden.

Die Leutchen sitzen dann da und wissen, bei einem etwas umfangreicheren Qualifikationsprofil, überhaupt nicht, wie sie dieses mit evtl. vorhandenen Stellenangeboten abzugleichen haben. Da fehtl es m. E. fundamental an Kenntnissen zum Arbeitsmarkt, zur Situation in den Bereichen Industrie und Handwerk und insbesondere fehlt es auch an Lebenserfahrung.

Seltsamerweise sucht die Agentur für die Position des _Kundenberaters_ auch nur junge Leute mit akademischem Abschluß. Da darf man natürlich fragen, wer sich dieses Stellenprofil mit welchem Grad an Realitätsnähe ausgedacht hat.

Na ja, dann rotieren die _Kundenbetreuer_ auch noch turnusmäßig und das Chaos ist perfekt.
Kummerkasten
am 08.12.2009 / 19:35 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Nun, die heutige Situation hat man wirklich nur der extremen Ausweitung der Leiharbeitsfirmen zu verdanken ! Der heutige Arbeitsmarkt ist nicht als Arbeitsmarkt zu bezeichnen, sondern nur noch als Sklavenmarkt, wo der billigste Arbeiter den Job kriegt !! Smiley veraergert
zzz
am 08.12.2009 / 20:06 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Kummerkasten:

Dass es überhaupt einen Bedarf für Zeitarbeitsfirmen gibt, liegt vor allem an zahlreichen unsinnigen Arbeitsgesetzen, die viele Unternehmen dazu zwingen, anstelle festangestellter Mitarbeiter dann Zeitarbeitnehmer zu beschäftigen, weil sie ansonsten beispielsweise im Fall eines Auftragsrückgangs / Auftragseinbruchs festangestellte Mitarbeiter in Deutschland nicht mehr so ohne weiteres entlassen könnten.

In Deutschland werden - immer nur in bester Absicht... - zahlreiche Gesetze und Verordnungen erlassen, die zwar vorgeblich den Bürger schützen sollen, ihm letztlich aber faktisch das Leben erschweren.
Kummerkasten
am 09.12.2009 / 08:55 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@zzz
Der Einsatz von Zeitarbeitsfirmen hat trotzdem in einem Maße zugenommen, der Deine Behauptung schon wieder ad absurdum führt.
Wenn heute Zeitarbeitnehmer beschäftigt werden, dann meist nicht mehr mit der Maßgabe Auftragsspitzen abzufangen - sondern um die festangestellten Mitarbeiter des Unternehmens zu terrorisieren. Es soll den festen Mitarbeitern gewissermaßen vor Augen geführt werden, daß sie ERSETZBAR sind !!! Da die Zeitarbeitsunternehmen zudem noch eine unverschämt niedrige Entlohnung haben, ist es für den Kunden der Zeitarbeitsfirma nur recht und billig, Leiharbeiter einzusetzen !

Das Ergebnis sieht dann so aus, dasz sich der Chef dann auch eine 100 Mio. Euro-Yacht leistet, wie der vorbestrafte Schraubenkönig Würth - trotz Kurzarbeit, Leiharbeit, Massenentlassungen, Lohnverzicht !!!!Smiley veraergert
dauersucher
am 09.12.2009 / 12:05 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Und die Zeitarbeitsfirmen suchen auch keine Mitarbeiter mehr, sie möchten nur Datenklauen, was ich nach 50 Vorstellungsgesprächen bei ZA-Firmen zu spüren bekommen habe, obwohl ich mich verhalten habe, wie es in Vorst.gepsrächen üblich ist und brav alle zweifelhaften Personalbögen (Datenklau) ausgefüllt habe. Nichts als heiße Luft, von wegen Sprungbrett in eine Tätigkeit, dass ich nicht lache, ich fühle mich ver....

Dabei habe ich als Gehaltswunsch den Entgeldgruppen meiner Qualifikationen genannt.

Die Situation hier in Berlin, wie auch in andeeren Orten bezüglich des Arbeitsmarktes: unterirdisch.

Mit frustigen Grüßen
arbeitgeber
am 09.12.2009 / 18:23 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
apropos Berlin

Wie absurd die Situation ist zeigt auch folgendes Beispiel:

am 30.11.09 erhalte ich einen Vermittlungsvorschlag aus Berlin Nord für/von Bankpower

am 08.12.09 erhalte ich eine Einladung zur Gruppeninformationsveranstaltung des Zeitarbeitsunternehmens...Bankpower aus Berlin-Mitte

Habe bei Bankpower seit langem meine Unterlagen vorliegen- zu einer Vermittlung kam es nie !!!

halb mensch
am 10.12.2009 / 10:08 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
die arbeitsagentur und co. (jobcenter) sind sog. verwaltungsnstitutionen und führen nur die befehle aus.
von daher können sie nur kleine fische backen.
nur wenn die führungskräfte in der regierung ( land und bund) bestimmte konjukturprogramme mit detalierten schritte ausarbeiten, dann ist die agentur in der lage, menschen ( qualifikation, dauer der arbeitslosigkeit etc.) zu vermitteln.
alles anderes ist nur eine sinnlose hoffnung auf marsmenschen!!!

halb arbeitslos
arbeitgeber
am 11.12.2009 / 12:47 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Vermittlung ? Arbeit oder arbeitslos und insolvent ?

Die Angestellten schicken einem nach dem Prinzip der ist wieder dran die so genannten Vermittlungsvorschläge - z.B. Bankkaufmann=Bankpower, dabei werden die Kriterien der
Zumutbarkeit nicht berücksichtigt ( 20 % weniger Gehalt bei 3 Monaten, 30% weniger Gehalt bei
6 Monaten Arbeitslosigkeit ) - danach ist jeder Job zumutbar der mehr bzw. das gleiche bringt,
wie das Arbeitslosengeld !

Mir wurde zuletzt sogar ein für 3 Monate befristeter Job zur Vermittlung angeboten auch selbständige Tätigkeiten waren dabei...

Habe jetzt die Lust verloren - kriege ab Juli nächsten Jahres Hartz IV - und wenn ich alles zusammenrechne, also Lebenhaltung 350,- , Übernahme der Mietkosten und dann ein Minijob, dann geht es mir besser, als vielen Vollzeitarbeitnehmern. Muß dann halt Insolvenz ( wg. hoher Schulden ) anmelden - habe dann aber meine Ruhe ! Ih sehe der Wahrheit bzw. den Tatsachen ins Gesicht !
Real
am 14.12.2009 / 09:40 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Die Arbeitsvermittler in Stuttgart trinken Kaffee und lachen so laut ...
Auf der anderen Seite sind über 20 000 Menschen ohne Job und
werden von hin und her geschickt.
Wofür bezahlt man dann die ARBEITSVERHINDER?

Sie haben Ihre Aufgabe definitiv nicht erfüllt und
können immer so laut lachen und den nächsten Urlaub planen.

Das ist die Wahrheit!!!
jcs
am 14.12.2009 / 14:31 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Tja, und nun will unsere Bundesministerin für Arbeit und Soziales die AA reformieren.

Wenn ich ihr Konzept recht verstanden habe, möchte sie verschiedene (Satire Anfang) _Kompetenzen_ (Satire Ende) der AA, Jobcenter, Arge kombiniert zusammen arbeiten lassen.

Im Prinzip keine schlechte Idee. Doch, wie ich zuvor schon einmal schrieb, wird das an der Inkompetenz der handelnden Personen scheitern.

Bei der Gelegenheit:
Unsere Volksvertreter haben sich ohnehin komplett vom Volk entkoppelt. Die zu unterschiedlichsten Themen in solchen Foren wie hier oder auf stern -, spiegel oder sonstwo .de eingetragenen Leser-Beiträge, und die Tatsache, dass an Volkes Meinung permanent vorbeiregiert wird, bestätigen diesen Fakt.

Ob unsere Politker überhaupt mal in solche Foren reinschaun?? Wohl eher nicht, sie wissen warum.
Oder wenn, dann werden die Beiträge als nicht repräsentativ abqualifiziert und lieber eigene Meinungsumfrageinstitute beauftragt. Wie das ausgeht, ist bekannt.
Real
am 15.12.2009 / 14:55 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@ jcs Unsere Volksvertreter haben sich ohnehin komplett vom Volk entkoppelt.
genau das ist der kernpunkt der armut und hoffnungslosigkeit. ich würde kaum schalffen können, wenn ich ministerpäsident bzw. bundeskanz.. wäre und im land sind 4 milionen menschen ohne arbeit.
arbeitsvermitler und die bosse im ministerien machen nur dann was,
wenn es proteste u. Ä. gibt. sonst ändert sich da nichts- leider!

ARBEITSVERMITTLER IST GLEICH ARBEITSVERHINDER!!!
Realist
am 19.12.2009 / 10:54 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Ich bin in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal arbeitslos geworden. Als im mittleren Management tätig, hielt ich mich bislang auch für gut ausgebildet und war eigentlich guten Mutes, bald eine neue Stelle zu finden. Bis mich die Realität wieder eingeholt hat. Wenn man knapp unter 50 Jahre ist, hat man in diesem Wirtschaftssystem kaum noch eine Chance auf einen Job, von dem man tatsächlich leben kann. Denn die Arbeitgeberanforderungen werden zunehmend aberwitziger. Für einen befristeten Minijob hätten die Herren in diesem Land am liebsten einen multilingualen Professor nicht älter als Anfang Zwanzig mit max. 3 Jahren Berufserfahrung.
Die Politik gibt die Rahmenbedingungen für das wirtschaftliche Handeln aller Marktteilnehmer vor. Das bedeutet, sie allein trägt die Verantwortung für die derzeitige Wirtschaftskrise. Sie war und ist nach wie vor nicht in der Lage, die ausufernde Gier der Finanzwirtschaft einzudämmen. Sie trägt maßgeblich dazu bei, dass gerade in diesem Land die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft. Die Politik allein hat der Wirtschaft erst ermöglicht, Vollzeitstellen in Minijobs umzuwandeln. Sie allein hat dafür gesorgt, dass mit der drastisch zunehmenden Zeitarbeit Vollzeitstellen vernichtet werden. Und sie ist es auch, die nun die zeitlich unbefristete Aneinanderreihung befristeter Arbeitsverhältnisse ermöglichen wird. Als Belohnung für sich selbst wird die Politik nicht an ihrer Pensionsversorgung rütteln, für deren Leistungen ein Durchschnittsarbeitnehmer mehrere hundert Jahre arbeiten müsste.
Mich hat zunächst stutzig gemacht, dass man bei der sogen. Agentur für Arbeit schon bei der eigentlich nur darauf hingewiesen wird, wann man den Anspruch auf Arbeitslosengeld verliert. Wenn man das in einem größeren Zusammenhang sieht, wird deutlich, was die Politik damit bezweckt. Gleichzeitig mit dem Verlust des Anspruchs auf Arbeitslosengeld fällt man aus der Arbeitslosenstatistik heraus! Zweitens sparen die Kommunen Geld und drittens vermindert sich der Rentenanspruch. Das sind die wahren Ziele unserer sogen. Volksvertreter. Warum denn ist ihnen so daran gelegen, durch alle möglichen Rechentricks die Arbeitslosenzahlen zu schönen. Auf die derzeit 3,5 Millionen Arbeitslose kann man getrost nochmal 2 Millionen dazu addieren, um die die Statistik in den letzten Jahren bereinigt wurde. Ein Schelm, wer die Politik deshalb als Lügner bezeichnet, oder?
Wenn wir eine echte Demokratie mit tatsächlicher freier Meinungsäußerung hätten, bräuchten wir uns auch nicht hinter Nicknames zu verstecken. Obwohl die Nicknames eigentlich unnötig sind, da man aufgrund der IP-Adresse den Absender meist eindeutig identifizieren kann. Wie bezeichnet man denn einen Staat, der seinen Bürgern hinter herschnüffelt und alle Datenverbindungen offiziell mal mind. ein halbes Jahr speichern lässt? Polizeistaat?
Da der Deutsche von seiner Mentalität her obrigkeitshörig ist, können Politiker und Arbeitgeber sich ja auch so ziemlich alles erlauben, ohne Protest fürchten zu müssen. Ich wünsche mir da mehr eine französische Mentalität, wo die Massen auf die Straße gehen und protestieren. Da bewegt sich dann ab und zu mal ein bisschen was. Das wird es in diesem Land aber leider nie geben. Als Einzelner wird man in diesem Land mit dem Überschütten von in Amtsdeutsch verfassten und daher für Ottonormalverbraucher unverständlichen Formularen kaltgestellt. So kann die Politik weiter erfolgreich an ihrem Ziel arbeiten, den Mittelstand gänzlich zu vernichten, um die Bevölkerung in eine Masse völlig abhängiger Minijobber zu verwandeln. Für mich hat die Politik längst keinerlei Glaubwürdigkeit mehr. Und dank dem Haifischkapitalismus wird nur noch derjenige eingestellt, der den Job am billigsten macht. Toll, da spart die Politik ja schon wieder die Altersversorgung. Ist Deutschland schon jetzt ein Auslaufmodell? Es wird jedenfalls spannend sein, zu sehen, wohin diese Abwärtsspirale hinführt.
arbeitgeber
am 19.12.2009 / 18:56 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
ICH WÜNSCHE ALLEN EIN FROHES FEST 2009 !!

P.S. 2 x arbeitslos in einem Jahr ? Da ist doch was faul... Alkoholprobleme ?
Realist
am 21.12.2009 / 09:34 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@ arbeitgeber

Wenn ein Global Player der Einfachheit halber gleich eine ganze Abteilung schließt und preisgünstigst verlagert und die sogen. Jobagentur einem dann eine Stelle in einem Unternehmen vermittelt, das sozusagen schon insolvent ist, ja, dann ist etwas faul in diesem Staate. Aber jemandem wegen zweimaliger Arbeitslosigkeit in einem Jahr gleich Alkoholprobleme zu unterstellen, verwundert mich auch nicht mehr. Ich sehe darin ledigleich meine Einschätzung gegenüber Arbeitgebern bestätigt, die alles mögliche vermuten, nur nicht die Realität.
pleite
am 21.12.2009 / 11:38 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
mein eindruck ist, dass solange die forderungen nicht sehr gut organisiert werden,
keine grundlegende verändrungen zu erwarten sind.

z.b. 1. forderung: VOLLBESCHÄFTIGUNG
eine bundesweite bürgerintiative (arbeitslose akademiker...) organisieren proteste und fordern den rücktritt der verantwortlichen in den ministerien und der agentur ... die lage wird heikel...
was wird dann getan? wahrscheinlich erhalten die köpfe dieser o.g. fiktionorganisation/ints. einen arbeitsplatz und die struktur zersträut sich und stirbt langsam aus.
alles bleibt beim alten!!!
# oder es werden künstlich für ein paar monate leute beschäftigt, um die menschen ruhig zu stellen.

viele experten sagen; man muss von oben anfangen- sprich die g. bosse entlassen , weil sie die probleme nicht gelöst haben ( 4 milionen arbeitslose sind auf der strasse)
ich sage, man muss von unten anfangen- sprich die die arbeitsvermittler beim jobcenter und agentur für arbeit entlassen. sie sollen dann selber hartz iv werden, damit sie das selber schön fühlen können,
was das geanu heißt.
nur durch zwang werden sie dann ihre pflichten erfüllen- arbeitslose vermitteln und nicht durch sch.... bewerbungstraining weiterhin sand in die augen zersträuen.
nicht die perfekte bewerbung schafft neue arbeitsplätze, sondern die politik und die wirtschaft. wenn ich arbeitskräfte brauche, schaue ich nicht ob die bewerber perfekte bewerbung mir geschickt haben, sondern ob der/die will diesen job auszuführen.
alles anderes ist nur ablenkung ( keine erfahrung, keine ausgezeichnete sprachkentnisse, lange studienzeit, und bla bla...) NUR ABLENKUNG!
Nick
am 21.12.2009 / 17:33 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Realist

Sehr gute Ausführungen, die die derzeitige Situation unserer Gesellschaft recht gut trifft.

Mit den besten Grüßen

Nick
Happy
am 21.12.2009 / 20:06 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@pleite
...teilweise auf den Punkt gebracht. Die Erfahrungen fehlen einfach und die kann man eben nur dann sammeln, wenn man einiges erlebt hat.
Die Arbeitsvermittler sind blind und taub - sie wollen und können zum Teil einfach das Elend nicht sehen oder hören. Was wiederum auch sehr verständlich ist, denn es gibt vermutlich viele, die die Situation erheblich ausnützen und so den Staat beträchtlich schädigen, obwohl sie es nicht nötig haben. Richtig handeln, das ist eben auch schwer.
Aus meiner Erfahrung heraus kann ich dahingehend beipflichten, dass die Führungskräfte teils nicht im geringsten wissen, was ihre Mitarbeiter den ganzen Tag so tun. Und aus diesem Unwissen, vielleicht sogar auch aus Desinteresse heraus, werden u. U. sehr gute Mitarbeiter auf die Straße gesetzt.
Eine gute Führungskraft, die dazu noch menschlich ist, findet man eben recht selten - und Fehler macht jeder.
Nichts desto Trotz wünsche ich Euch ein friedvolles und segensreiches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2010.
Viel Glück und Erfolg.
Es grüßt Euch Happy
pleite
am 21.12.2009 / 22:10 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@happy
danke für deine komentare. mir ist wirklich nicht an weichnachten und das neue jahr.
diese tage machen mir nur noch unglücklich, wenn ich arbeitlos bin und fast nichts leisten und plannen
kann.ich bin mir sicher, dass wieder nur ablenkungen (2010) statt finden werden und es bleibt beim alten.
falsche Moral
am 22.12.2009 / 11:30 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Die Vorurteile und die neg. Erwartungen bestimmen ob jemand
eine Job erhählt oder nicht?
E.M.
am 22.12.2009 / 12:21 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Realist schreibt:Da der Deutsche von seiner Mentalität her obrigkeitshörig ist, können Politiker und Arbeitgeber sich ja auch so ziemlich alles erlauben, ohne Protest fürchten zu müssen

Das ist es! Angriff ist die beste Verteidigung. Sowohl die Politiker als auch Arbeitgeber und Co. (Agentur/JobCenter) machen sie davon gebraucht.
Hier einige Angrifsbeispiele:
Die Arbeitlosen sind faul ! Die Abeitslose wollen nicht arbeiten! Die Arbeitslose können keine Bewerbung schreiben! Das Arbeitslosengeld muss gekürtzt werden1 usw. usw. usw.
Das sind sehr wirkungsvolle Waffen, die Menschen im Angst und Schrecken versetzen. Deshalb sind Sie dann ruhig und gehen nicht auf die Straße protestieren....
Wenn Arbeitslose (nur 1 Milione) auf die Straße gehen würden, dann würden die Verantwortlichen nicht mehr lange auf ihren weichen Stuhle sitzen, sondern ZITTERN.
Die Reichen (Politiker, Arbeitgeber und Co.) würden Sie nicht mehr auf die Straßen trauen. Sogar der Weg zur Ihren Arbeitsplatz wäre nur unter der massiven Polizieeinsatz möglich.
Viele haben 2 Jobs und machen sogar noch Überstunden und beschäftigen nur eigene Leute und auf der anderen Seite haben wir 4 Mil. Arbeitslose, wo weder der Vater noch die Mutter bzw. die Kinder arbeit haben.
IST DAS GERECHT?
WO SIND DIE GERECHTIGKEITSPRINZIPIEN GEBLIEBEN?

Vielen haben ein Haus und dann noch eine WG und fahren 2- 3 Mal in Urlaub und auf der anderen Seite leben Menschen in missarable WG.
IST DAS GERCHT?

Viele fahren 2 dicke Autos (einmal TANKEN für100) und die Mehrheit kann nicht mal ein billiges Auto leisten- sogar nicht mal ein Ticket.
IST DAS GERECHT?

SO KÖNNTE ICH NOCH 1000 BEISPIELE NENNEN.

WIE LANGE NOCH???


Zomtech
am 22.12.2009 / 12:45 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@E.M.:

Du schreibst:
----------------------------------------
Vielen haben ein Haus und dann noch eine WG und fahren 2- 3 Mal in Urlaub und auf der anderen Seite leben Menschen in missarable WG.
IST DAS GERCHT? -
Viele fahren 2 dicke Autos (einmal TANKEN für100) und die Mehrheit kann nicht mal ein billiges Auto leisten- sogar nicht mal ein Ticket.
IST DAS GERECHT?
----------------------------------------

Das hängt wohl davon, wie jemand zu seinem Einkommen (Haus etc.) gekommen ist.

Wenn jemand beispielsweise langwierige und schwierige Ausbildungen hinter sich bringt und dann jahrelang 80-100 Stunden die Woche arbeitet, dann kann das durchaus gerecht sein.

Denn gerecht bedeutet schliesslich: Angemessen.

Ich weiss, dass diese Ansicht bei manchen nicht sehr populär ist, aber man muss mal ganz deutlich sagen:
Von nichts kommt nichts.

Ich bin selbständig, und ich habe die letzten 12 Jahre massiv rangeklotzt. D.h. ich habe regulär eine 80-100 Stundenwoche, und ich habe bereits schon während meines Studiums nebenbei viel gearbeitet.
Während meine Mitstudenten am Wochenende fleissig gefeiert haben, war ich in meinem kleinen Büro und habe: Gearbeitet.
Und die viele Arbeit hat sich mit den Jahren ausgezahlt, ich verdiene jetzt - wenn man den Gehaltstabellen glauben darf - merklich mehr als andere.
Aber: Dafür habe ich viel Zeit geopfert, auch Freundschaften sind dabei mit der Zeit eingeschlafen oder kaputtgegangen, das ist dann manchmal leider auch der Preis, wenn man die Arbeit an die erste Stelle setzt.

Ich will damit weissgott nicht sagen, dass all jene, die nichts haben, nicht fleissig wären, denn es gibt leider auch manche fleissigen Leute, die trotzdem auf keinen grünen Zweig kommen.
Aber nach meiner persönlichen Erfahrung - z.B. auch innerhalb meiner eigenen Familie - gibt es sehr viele Leute, die sich zwar beklagen, dass sie nicht genug hätten, aber auf der anderen Seite eben auch nicht bereit sind, sich dafür entsprechend reinzuhängen.
Mit einer 35-Stunden-Woche und ewigem Urlaub ist ein hohes Einkommen jedenfalls nicht zu erreichen.

Uebrigens:
Leute, die 80 Stunden die Woche arbeiten, arbeiten damit mehr als doppelt so viel wie Leute, die 35 oder 40 Stunden arbeiten - wäre es dann gerecht, wenn beide den gleichen Lohn erhielten?
Dass hiesse ja, dass der eine mit der geringeren Stundenzahl einen doppelt so hohen Stundenlohn erhielte.

Provokante Gegenfrage:

Ist es gerecht, wenn Unwillige oder Faule den gleichen Lohn erhalten sollen wie jene, die willig und fleissig sind?

Nur mal so zum Nachdenken.
arbeitgeber
am 22.12.2009 / 14:39 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@ Zoomtech:

Provokante Gegenthese: Sind Sie nicht in der Lage Ihre Aufgaben in 40 Stunden zu erfüllen ( statt 80 ) , dann
arbeiten Sie nicht effektiv. Qualität ist wichtiger als Quantität ! Ein Selbständiger arbeitet übrigens immer, wenn er nicht gerade schläft. Da sind 80 und mehr Stunden völlig normal !
Zomtech
am 22.12.2009 / 14:53 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@arbeitgeber:

Offenbar haben Sie meinen Beitrag nicht gelesen. Oder nicht verstanden.
Und woher wollen Sie schon wissen, ob ich produktiv arbeite oder nicht?
Mein Einkommen verrät mir jedenfalls, dass ich so falsch nicht liegen kann:
Ich verdiene erheblich mehr als die meisten Bürger, ich gehöre zu den oberen 5%-Einkommensprozent.
Das ist aber nur mit einem deutlichem zeitlichen Mehraufwand möglich, denn bestimmte Aufgaben lassen sich nunmal nicht in einem 9-5-Job erledigen, auch wenn das offenbar Ihre Vorstellungskraft übersteigt.
Was meinen Sie wohl, wieviele Arbeitsstunden beispielsweise manche Medizinstudenten vorlegen müssen, um ihr Studium + Job zur Finanzierung des Studiums zu bewältigen?

Pro Stunde verdiene ich - trotz der größeren Stundenzahl - sehr viel mehr als die meisten Angestellten, damit ist Ihre alberne These, ich arbeitete nicht produktiv, schonmal widerlegt.

Ansonsten: Sie lenken vom Thema ab, denn die Grundfrage war:

Was ist gerecht?

Fänden Sie es gerecht, wenn unterschiedliche Arbeitsleistungen und Arbeitsergebnisse gleich belohnt werden? Soll derjenige, der sich 80 Stunden die Woche reinhängt, am Ende genausoviel übrig haben wie jener, der 30 Stunden die Woche arbeitet?

Sollten wir dann in den Schulen künftig auch allen die gleichen Noten geben, ganz gleich, ob einer die gestellten Aufgaben richtig gelöst hat oder nicht?

Sollen diejenigen, die unsere Gesetze brechen, genauso behandelt werden wie jene, die sich an die Gesetze halten?

Gerechtigkeit bedeutet nicht -Gleichheit -, sondern Angemessenheit.
Das ist ein erheblicher Unterschied.
arbeitgeber
am 22.12.2009 / 15:26 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Zoomtech

Hallo nochmal,

das Thema hier ist Arbeitslosigkeit - siehe Überschrift !!! -( und nicht was ist gerecht ? ) ;
eine Diskussion über Kapitalismus contra Sozialismus ist nicht zielführend und wird
von mir auch nicht weitergeführt. bzw. unterstützt Smiley rollende Augen


P.S. persönliche Beleidigungen und unsachliche Äußerungen sind hier fehl am Platze ( oder in Ihrem Sprachgebrauch : immer schön den Ball flach halten )
Zomtech
am 22.12.2009 / 15:46 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@arbeitgeber:

Ich hatte auf einen Beitrag von E.M. geantwortet und nicht auf einen Ihrer Kommentare.
Und das Thema von E.Ms Kommentar war u.a.: --- Gerechtigkeit ---
Wenn Sie das nicht interessiert: Ich habe Sie nicht gebeten, schlaue Kommentare zu schreiben.

Und was persönliche Angriffe angeht:

Sie haben doch mit der persönlichen Beleidigung angefangen, ich würde wohl nicht in der Lage sein, meine Aufgaben in 40 Stunden zu erbringen.
Ich kann es für Sie nur wiederholen:
Manche Tätigkeiten und Aufgaben lassen sich nunmal nicht - auch wenn das womöglich Ihre Vorstellungskraft übersteigt - in 35-Stunden-Wochen abarbeiten.
Weshalb nennen Sie sich übrigens -arbeitgeber-?
Nick
am 22.12.2009 / 15:54 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Zomtech:
Wenn jemand permanent arbeitet und durch seine ehrliche selbständige Tätigkeit einen Mehrwert erbringt, für den andere bereit sind, Geld zu bezahlen und wenn er dann noch mit seiner Tätigkeit Arbeitsplätze schafft, so sei ihr oder ihm sein hohes Gehalt gegönnt.

Nur denke ich, haben wir in der Wirklichkeit ein anderes Szenario:

1. Die Arbeitslosigkeit nimmt kontinuierlich zu. Die Politik verfälscht mit perfiden Mitteln die Arbeitslosenstatistik, um sie wesentlich besser ausschauen zu lassen, als sie tatsächlich ist. Dadurch versucht die Politik, ihre Unfähigkeit dieses Problem in den Griff zu bekommen, zu vertuschen.
2. Banker haben sich in den letzten Jahren auf Kosten ganzer Volkswirtschaften bereichert, und zwar nicht durch mehrwerterbringende Tätigkeiten, sondern durch regelrechten Betrug. Die Soffin (Sonderfond für Finanzstabilisierung) hat mittlerweile 480 Milliarden an Finanzhilfen und Bürgschaften bereitgestellt, um diejenigen zu retten, die den Schaden angerichtet haben. Parallel zur Soffin fließen zusätzlich viele Milliarden, um irgendwelche marode Banken zu retten.
Zum Vergleich: Wir alle bezahlen seit 1991 als Teil unserer Einkommenssteuer den Soli. Seit 1991 sind gerade mal 185 Milliarden Euro an Soli bezahlt worden und gegen den Soli gab es wesentlich stärkere Proteste als gegen das, was sich die Banker und die Politik bisher in der Finanzkrise geleistet haben.
3. Finanzierungen für Firmen sind wesentlich teuerer geworden als vor der Krise, obwohl der Leitzins der EZB derzeit bei 1% liegt. Die Kostenbelastung der Firmen steigt, daher erwägen sehr viele Firmen Entlassungen, um den Kostendruck zu reduzieren.
4. Globalisierung hat durchaus auch ihre guten Seiten aber ich denke, im Augenblick überwiegen die negativen Seiten, da durch sie in letzter Konsequenz sehr viele Jobs in andere Länder verlagert werden.
5. Fehlplanung bei Großkonzernen: Es wurden in den letzten Jahren Produkte und Dienstleistungen entwickelt, die keiner will. Dies hat natürlich auch eine Auswirkung auf die Arbeitsplätze, da nun Überkapazitäten abgebaut werden müssen.

Nun, worauf ich hinaus möchte, ist, dass ein komplexes Gebilde von unterschiedlichen Einflussfaktoren dazu führt, dass die Arbeitslosigkeit kontinuierlich steigt, dass die Schere zwischen arm und reich größer wird und dass die Unzufreidenheit in unserer Gesellschaft kontinuierlich steigt.

Jetzt den Rat zu geben, 80-100 Stunden pro Woche zu arbeiten, wird meiner Ansicht nach wahrscheinlich nicht die bestehenden Probleme lösen.

Wichtiger ist es Wachsam zu sein und adäquate Gegenmassnahmen zu ergreifen. Als erster Schritt ist es wichtig, dass, wie schon zuvor von anderen herrlich beschrieben, die obrigkeitshörigkeit in dieser Gesellschaft abgebaut wird.

Mit den besten Grüßen

Nick
Zomtech
am 22.12.2009 / 16:20 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Nick:

Ich gebe niemandem den Rat, nun wöchentlich 80-100 Stunden die Woche zu arbeiten. Lesen Sie meinen ersten Kommentar, dann werden Sie das auch sehen. Ich habe lediglich auf den sehr simplifizierenden Kommentar von E.M. geantwortet, der da sich beklagte, ob es wohl gerecht sei, dass es Menschen gibt, die in größeren Häusern wohnen.
Und dazu habe ich lediglich festgestellt: Ja, das kann durchaus gerecht sein, weil nämlich verschiedener Arbeitseinsatz auch zu verschiedenen Ergebnissen führt. Eine wirklich triviale Erkenntnis.

Natürlich sind die Probleme erheblich vielschichtiger und komplexer.

Ein Teil des Problems ist allerdings sicherlich, dass manche Menschen in Deutschland - und dabei denke ich sowohl an manche H4-Leistungsbezieher ebenso wie an manche raffgierige Bonibanker - vergessen haben, wie eigentlich Wohlstand entsteht, wie eigentlich der allgemeine deutsche Wohlstand einmal entstanden ist:

Nämlich durch das, was Sie eingangs als -ehrliche Arbeit- bezeichnet haben.

Nur dort, wo auch wirklich gearbeitet wird, nur dort wird Wohlstand geschaffen.
Wohlstand entsteht weder in fiktiven Geldgeschäften noch durch jahrelanges Herumgammeln vor einem TV, sondern nur durch Lernen und und die Anwendung des Erlernten in Form von produktiver Arbeit.

Sie erwähnten die Globalisierung:
Es war ursprünglich die Globalisierung, die den deutschen Wohlstand begründet hat.
Denn Deutschland war nicht immer so reich wie heute, man braucht gar nicht so weit in die Vergangenheit zurückzugehen, und wir sehen Millionen Menschen, denen es durchgängig am nötigsten mangelt.

Die Globalisierung - d.h. der weltweite Austausch von Leistungen - ist die Basis des deutschen Wohlstandes.
Nicht umsonst ist Deutschland nachwievor Exportweltmeister, d.h. wir verkaufen anderen Ländern die Ergebnisse unserer Arbeit.
Das Problem ist allerdings, dass wir in vielerlei Hinsicht schon seit langer Zeit auf der Stelle treten und somit u.a. der technologische Vorsprung gegenüber anderen Ländern, den wir einstmals hatten, sich langsam, aber zunehmend verringert. Wenn die Deutschen nicht endlich wieder ordentlich zupacken und vor allem die technische und wissenschaftliche Bildung in den Vordergrund rücken, dann werden die bisherigen Käuferländer eines Tages all die Produkte, die sie von uns noch kaufen, irgendwann selbst herstellen können.
Globalisierung bedeutet auch globale Konkurrenz, im Großen wie im Kleinen, d.h. auch der deutsche Arbeiter steht in Konkurrenz zu einem chinesischen oder amerikanischen Arbeiter.

Und wenn ein chinesischer Arbeiter eines Tages die gleiche wertschöpfende Leistung wie ein deutscher Arbeiter erbringen kann, dann stellt sich logischerweise die Frage, mit welchem Recht dann der deutsche Arbeiter zehnmal soviel verdienen soll wie der chinesische Arbeiter.

Wenn die Deutschen auf niedrigerem technischen Niveau mit aufstrebenden ehemaligen Dritte-Welt-Ländern konkurrieren wollen, wird das langfristig zu einer Angleichung der Löhne führen.

Der einzige Ausweg aus diesem Dilemma ist m.E.: Wir müssen zusehen, dass die reale Wertschöpfung der deutschen Arbeit auch weiterhin im weltweiten Vergleich höher liegt, dass wir einen technologischen Vorsprung bewahren, der es uns auch weiterhin ermöglicht, fortgeschrittene Produkte weltweit anzubieten, die in anderen Ländern nicht bzw. nicht mit unserer Effizienz gefertigt werden können.

Und was die Politik betrifft:
Dazu will ich gar nichts weiter schreiben, sonst werde ich heute gar nicht mehr fertig, ausser soviel:
Wir sollten diesen unseligen unproduktiven Beamten- und Funktionärsstaat endlich zurückschneiden.
Zomtech
am 22.12.2009 / 16:25 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Nachtrag:

Und was die Politik betrifft:
Dazu will ich gar nichts weiter schreiben, sonst werde ich heute gar nicht mehr fertig, ausser soviel:
Wir sollten diesen unseligen unproduktiven Beamten- und Funktionärsstaat endlich zurückschneiden.

Das Arbeitsamt: Ersatzlos streichen.
Dann könnten sich all die unproduktiven Verwaltungsdrohnen vielleicht endlich einmal einer echten, einer produktiven Tätigkeit zuwenden.
Nick
am 22.12.2009 / 17:54 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Zomtech
Entschuldigen Sie bitte meine Ignoranz, aber in Ihrem ursprünglichen Beitrag weisen Sie mehrfach darauf hin, wie gerecht es sei, dass jemand der 80-100 Stunden pro Woche arbeitet, erfolgreich ist und auch sehr viel Geld verdient. Daraus kann manch einer sehr leicht folgenden Aufruf bzw. Rat ableiten:
Hey Leute stellt Euch nicht so an, arbeitet wie ich 80-100 Stunden in der Woche und ihr werdet erfolgreich sein und gerechterweise viel Geld verdienen wie ich.

Aber Sie haben es ja jetzt freundlicherweise richtig gestellt und bestätigt, dass man mit einem blinden Aktionismus der 80-100 Stunden Arbeit in der Woche beinhaltet, nicht die vielschichtigen und komplexen wirtschaftlichen bzw. gesellschaftlichen Probleme lösen kann.

zur Globalisierung:
Wie Sie meinem ursprünglichen Beitrag entnehmen können, habe ich explizit darauf hingewiesen, dass die Globalisierung ihre guten Seiten hat. Jedoch hat die Globalisierung in Deutschland auch einen hohen Tribut gefordert, da dadurch sehr viele Menschen ihren Arbeitsplatz verloren haben. Es mag sein, dass Deutschland noch 2009 Exportweltmeister wird, aber im nächsten Jahr gehe ich mal davon aus, wird China Deutschland den Rang abgelaufen haben. d.h. der Druck auf Deutschland wird sich kontinuierlich erhöhen und damit auch auf den normalen Arbeitnehmer, der in der exportorientierten Industrie tätig ist.
Es gibt durchaus Lösungen, wie man in Deutschland gegen diesen Globalisierungsdruck vorgehen könnte, aber diese müßten etwas differenzierter diskutiert werden, als dies hier möglich ist.

Generell in Bezug auf meinen ursprünglichen Beitrag meine ich, dass die Wirtschaft dem Wohl der Menschen dienen sollte und nicht, dass die Mehrheit der Menschen zum Wohle einiger weniger von der Wirtschaft und der Politik verheizt werden.
Letzteres schein im Augenblick in unserer Gesellschaft der Fall zu sein.

Beste Grüße

Nick










Kummerkasten
am 22.12.2009 / 18:19 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Zomtech

So, so 80 bis 100 h die Woche reine Arbeitszeit ?

Oder ist das nicht doch ein gewisser Anteil eigentliche aktive Arbeit plus ein Anteil sogenannter Bereitschaftszeit, wo man ein waches Ohr fürs Handy oder den Pieper hat !? Bei Medizinern ist das auch nicht anders, allerdings sind die auch noch bescheidener mit teilweise nur 60h pro Woche ! !

Denn in einem Anfall von gewollter Selbstausbeutung mal eben so 16 STUNDEN AKTIVER (!!) ARBEIT runterzureiszen und das tagtäglich über eine ganze Woche - das kann ich mir schlecht vorstellen ! Selbst wenn man eine 7 Tage Woche ansetzt, kommt man relativ schwer in die Region zwischen 80 und 100 Stunden wöchentliche Arbeitszeit ??!!

Die Konzentrationsfähigkeit und die eigene Physis, setzen ja dann doch gewisse Grenzen !!
Als Dauerzustand führt derartiges Verhalten dann ziemlich schnell in die Klapse beziehungsweise zum Burnout.

Und auch meine Meinung ist - ein Selbstständiger arbeitet ja immer, wenn er nicht gerade schläft, ergo kann man auch gut und gerne 24h tägliche Arbeitszeit ansetzen; ODER !!!!???

Da eine derartige Arbeitszeit allerdings dann schon ins Land der Märchen gehört, glaubt es auch keiner !!
Also musz dann die Angabe 80 bis 100 h genügen !
Smiley veraergert
E.M.
am 22.12.2009 / 18:24 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Zomtech schreibt:
Ist es gerecht, wenn Unwillige oder Faule den gleichen Lohn erhalten sollen wie jene, die willig und fleissig sind?

Ich bin der Meinung, dass die Arbeitsleistung gleich bezahlt wird. Gar keine Frage...
Was ich mit Gerechtigkeit meine ist, dass viele Personen mehrere Job besetzen (2-3 Jobs).
Ein Beispiel:
Ich arbeite in der Firma XY , dort mache ich sogar noch Überstunden u. gleichzeitig unterrichte ich an der Uni. Außerdem berate ich xy Unternehmen.
Mein Nachbarn ist aber Arbeitslos und er könnte in meiner Firma arbeiten, aber weil ich Überstunden mache, ist kein Bedarf für Ihn.
IST DAS GERECHT?
Ich und meine Freundin (die arbeitet auch) fahren 2 dicke Autos, gehen mind. 3 -Mal in Urlaub und haben ein schönes Haus....
Und mein Nachbarn lebt in einer Sozialwohung und wir sehen, wie schlecht es Ihn geht und sind nicht bereit, unsere 3-5 Jobs aus der Hand zu geben.
Das ist der Kernpunkt der Diskussion.
Immer mehr wollen, ohne Rücksichtg auf die Gesellschaft... Es muss gerechter gehen:
-Nicht 2-3 Jobs besetzen
-keine Vorurteile gegen Arbeitslose...
-nicht nur eigene Leute einstellen
- nicht nur Ausreden finden (Angriff ist die beste Verteidigung!)...

Das sind einige Punkte, die zur Gerechtigkeit führen. Von 4 (sogar 5 Mil. Arbeitslosen) sind auch einige schwierige Menschen dabei. Aber die Mehrheit wil arbeiten. Wo ist die Politik ? Wo ist die Wirtschaft? Wo ist die echte moralische Elite des Landes geblieben? Wo sind die Beschäftigungskonzepte für Akademiker, Fachleute, Arbeiter usw? Wo?
Leben Sie noch?
P.s. Für Urlaubspläne, TV Show -Auftritte, schick essen gehen usw. dafür ist genügend Zeit vorhanden!
IST DAS GERECHT?







Happy
am 25.12.2009 / 17:51 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Zomtech
Es sei Ihnen von ganzem Herzen gegönnt - Ihre Arbeitsstunden und Ihr Gehalt. Sie sagten: Von nichts kommt nichts. Da muß ich Ihnen beipflichten.
Letztendlich aber kommt es doch auch darauf an, in welche Familien man hinein geboren wird, ob ich intelligent bin und ob ich obendrein auch noch Beziehungen habe.
Bin ich in eine Familie geboren, die reich ist, habe ich doch schon einen enormen Vorteil, denn da ist doch das Internat für die Bildung vorprogrammiert. Und bin ich dann auch noch intelligent und verstehe es, meine Intelligenz auch noch zu gebrauchen, bzw. einzusetzen, dann habe ich doch schon gesiegt.
Mit den Jahren kommt auch noch der Verstand hinzu. Intelligenz, Fleiß und Verstand sind eine ausgezeichnete Mischung und führen zum wohlverdienten Wohlstand.
Aber, bedenken Sie bitte: nicht jedem stehen die Wege so offen. Viele müssen sich ihre Kröten sehr hart erkämpfen und nicht alle sind dabei erfolgreich.
Hinzu kommen noch private Probleme, Scheidungen usw., die noch einmal dazu beitragen, die finanziellen Probleme zu verstärken. Habe ich eine solide Ausbildung, verdiene ich ausreichend. Verdiene ich ausreichend, kann ich mehr zahlen, als all die anderen usw.
Fakt ist, dass nicht alle, die arbeitslos sind, auch was dafür können. Viele sind doch da hinein geschliddert, weil die Firma dicht gemacht hat oder die Führung zu schwach war, um die Firma zu halten, was wiederum bedeuten kann, dass die Führungskräfte nicht alles mögliche getan haben, um einen Untergang zu verhindern.
Hinzu kommt noch die Untreue, die mehrmals schon in den vergangenen Kommentaren angesprochen wurde.
Auch ich habe sehr viele Überstunden gemacht ( die Woche zwischen 30 und 40 Stunden) und habe weder ein Dankeschön, noch Entlohnung erhalten. Das macht einfach keinen Spass - es macht einen kaputt.
Tatsache ist doch, wenn ich keine Überstunden mache, dann brauche ich noch zusätzlich eine Arbeitskraft. Und genau da wollen wir bitte mal ansetzen: Eine zusätzliche Arbeitskraft kostet natürlich wieder und die Dumme, die Überstunden macht und noch dazu gelinkt wird, kostet nicht mehr, auch wenn sie mehr Gehalt bekommt, als die anderen. So rentiert sie sich doch, denn sie macht ja Überstunden und kommt dann günstiger hin, als die anderen.
Das ganze System eiert doch.
Gute qualifizierte Fachkräfte sind deswegen arbeitslos. Sie bekommen keine echte Chance.
Und unsere dritte Industrienation produziert zwar günstig - aber wenig effektiv. Nur nachgemachte, minderwertige Produkte landen auf dem Markt. Ich denke, dieser Markt wird sich nicht lange halten können.
Was bedeutet, dass letztendlich wiederum die Wertarbeit geschätzt wird.
Ich glaube daran, dass das wieder der Fall sein wird und hoffe, dass es bald so weit ist. Dann haben wir wieder genug Aufträge und Arbeit - und weniger Arbeitslose.
Und ich denke positiv - und aus diesem Denken heraus wünsche ich Ihnen allen ein erfolgreiches Jahr 2010.
Viele Grüße, Happy
Scheinmauer
am 28.12.2009 / 16:35 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
viele behaupten, dass die wirtschaftskrise ist ursache für arbeitslosigkeit ist. das ist nur symbolisch gemeint.- eine sog scheinmauer. die mauer ist gefallen, ja aber nur symbolisch. nur durch vitamin b kommt man zu einem job. die stellen werden scheinveröffentlicht, denn die stellen sind schon längst vergeben.
auch vor der sog. wirtschaftskrise gab es ca. 4 mil. arbeitslose.
was hat man uns damals für ursachen genannt? die haare, die zähne, die mang. ausbildung und blablaba
nur im süden( frankfurt, stuttgart und münchen) leben mehr als 30 000 akademiker von hart iv. glauben sie im ernst, dass die zähne, die haare oder die mang. ausbildung eine hauptrolle spielt, warum diese nicht eingestellt werden???
aber herr skandalsystem, ist das nicht ein schein?
Happy
am 29.12.2009 / 12:13 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Scheinmauer,
diese Ansicht kann ich nicht teilen. Mit Engagement und Fleiß kann man auch vieles erreichen - nicht nur mit Vitamin B. Zudem ist das auch nicht ungefährlich, denn es können Erwartungen unter Umständen nicht erfüllt werden.
Daß soviel Akademiker von hartz IV leben liegt wohl daran, daß ich den vergangenen Jahrzehnten die Kinder nur noch auf weiterführende Schulen geschickt wurden. Das Handwerk war oder ist sogar noch verpöhnt.
Wir können nicht alle studieren! Sie sehen ja, was daraus geworden ist.
Die Handwerksbetriebe ringen um Azubis. Sie kriegen keine, denn es will sich keiner mehr schmutzig machen.
Die Struktur der Arbeitslosen hat sich verändert - nicht aber die Zahl.
Gruß, Happy
Kummerkasten
am 29.12.2009 / 18:26 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Happy

Dass die Handwerksbetriebe kaum noch Azubis kriegen, liegt nicht nur daran, dasz sich heutzutage niemand mehr die Hände schmutzig machen will !
Dazu bewerben sich mittlerweile viel zu viele Abiturienten um die Ausbildungsstellen im Handwerk und Abiturienten werden auch im Bewerbungsverfahren bevorzugt genommen !

Der Grund dafür ist in der Tatsache zu suchen, dasz die Schulabgänger, die sich auf die Lehrstelle bewerben, teilweise nicht einmal das kleine EinMalEins beherrschen und somit selbst mit der notwendigen Fachmathematik der jeweiligen Branche auf Kriegsfuss stehen. Ein anderer Grund liegt darin, dasz bestimmte Zweige des Handwerks von den Bewerbern eben bevorzugt angestrebt werden ! So zum Beispiel Goldschmied, Juwelier, vielleicht Uhrmacher, das KFZ-Gewerbe und so weiter.
Also Tätigkeiten, bei denen man sich nicht die Hände schmutziger als nötig macht und die nicht im Übermasz körperlich anstrengend sind.
Aber es ist als zusätzlicher Grund auch die jeweilige, lokale Ausbildungssituation zu sehen. Also, was nutzt es mir als Bewerber für das Büchsenmacherhandwerk, wenn ich auch im Umkreis von 500km keinen Ausbildungsbetrieb finde ?

Absolut ungern werden aber auch solche Berufe wie Bäcker oder Konditor beworben - hier ist der allererste Grund schon einmal die absolut tödliche Arbeitszeit und die Geißel des Bäckerhandwerks überhaupt - die Gefahr der Staublunge - die durchaus zu einer verkürzten Lebenserwartung führen kann !!!
Andererseits haben heute auch einige Handwerkszünfte keine rauschenden Zukunfsaussichten mehr zu bieten - schon vor dem Hintergrund der Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Dienstleistungsanbieter aus den östlichen und südosteuropäischen Ländern.
Es sind allerdings einige Handwerksberufe wieder zu neuen Ehren gelangt, zum Beispiel: Schuster, Hutmacher, Zweiradmechaniker, Uhrmacher, Böttcher oder Schneider
Auch sind einige Zweige derart selten geworden, zum Beispiel Nagelschmied oder Kunstschmied, dasz Produkte wie handgeschmiedete Vierkant-Nägel - die für Restaurierungsarbeiten benötigt werden - zwar händeringend gesucht , aber am Markt einfach so gut wie nicht zu finden sind.

Man sollte daher die Nachwuchs-Situation des deutschen Handwerks durchaus etwas differenzierter betrachten, denn es läszt sich nicht alles an der fehlenden Lust der Azubis festmachen !!!Smiley veraergert
Kummerkasten
am 29.12.2009 / 18:26 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Happy

Dass die Handwerksbetriebe kaum noch Azubis kriegen, liegt nicht nur daran, dasz sich heutzutage niemand mehr die Hände schmutzig machen will !
Dazu bewerben sich mittlerweile viel zu viele Abiturienten um die Ausbildungsstellen im Handwerk und Abiturienten werden auch im Bewerbungsverfahren bevorzugt genommen !

Der Grund dafür ist in der Tatsache zu suchen, dasz die Schulabgänger, die sich auf die Lehrstelle bewerben, teilweise nicht einmal das kleine EinMalEins beherrschen und somit selbst mit der notwendigen Fachmathematik der jeweiligen Branche auf Kriegsfuss stehen. Ein anderer Grund liegt darin, dasz bestimmte Zweige des Handwerks von den Bewerbern eben bevorzugt angestrebt werden ! So zum Beispiel Goldschmied, Juwelier, vielleicht Uhrmacher, das KFZ-Gewerbe und so weiter.
Also Tätigkeiten, bei denen man sich nicht die Hände schmutziger als nötig macht und die nicht im Übermasz körperlich anstrengend sind.
Aber es ist als zusätzlicher Grund auch die jeweilige, lokale Ausbildungssituation zu sehen. Also, was nutzt es mir als Bewerber für das Büchsenmacherhandwerk, wenn ich auch im Umkreis von 500km keinen Ausbildungsbetrieb finde ?

Absolut ungern werden aber auch solche Berufe wie Bäcker oder Konditor beworben - hier ist der allererste Grund schon einmal die absolut tödliche Arbeitszeit und die Geißel des Bäckerhandwerks überhaupt - die Gefahr der Staublunge - die durchaus zu einer verkürzten Lebenserwartung führen kann !!!
Andererseits haben heute auch einige Handwerkszünfte keine rauschenden Zukunfsaussichten mehr zu bieten - schon vor dem Hintergrund der Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Dienstleistungsanbieter aus den östlichen und südosteuropäischen Ländern.
Es sind allerdings einige Handwerksberufe wieder zu neuen Ehren gelangt, zum Beispiel: Schuster, Hutmacher, Zweiradmechaniker, Uhrmacher, Böttcher oder Schneider
Auch sind einige Zweige derart selten geworden, zum Beispiel Nagelschmied oder Kunstschmied, dasz Produkte wie handgeschmiedete Vierkant-Nägel - die für Restaurierungsarbeiten benötigt werden - zwar händeringend gesucht , aber am Markt einfach so gut wie nicht zu finden sind.

Man sollte daher die Nachwuchs-Situation des deutschen Handwerks durchaus etwas differenzierter betrachten, denn es läszt sich nicht alles an der fehlenden Lust der Azubis festmachen !!!Smiley veraergert
Kummerkasten
am 29.12.2009 / 18:30 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Huch; da ist mein Artikel doch glatt zweimal erschienen. Na sowas ?!
Happy
am 29.12.2009 / 20:23 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Kummerkasten,
du magst in vielen Dingen Recht haben - aber nicht in allen Dingen.
Ein altes Sprichwort sagt: Schuster bleib bei Deinen Leisten!
Was bitte suchen Abiturienten im Handwerk? Sie studieren doch nur, damit sie von der Straße weg sind oder weil sie gerade nichts anderes finden. Da macht sich keiner Gedanken für die Zunkunft. Und dann das große Jammern. BWL studiert m. E. fast jeder zweite. Wie einfallslos! Arzt will auch keiner mehr werden. Gibt eh zu viele Mobbingopfer und Psychopathen.
Da geht es doch schon mal los: BWL-Studenten werden als Controller eingesetzt und machen die Bilanzen! Die Bilanzbuchhalter werden als Buchhalter eingesetzt und sind die Deppen der Controller.
Da läuft gewaltig was schief.
Außerdem gibt es nicht nur im Bäcker-, Konditor- oder im Metzgergewerbe nächtliche Arbeitszeiten. Die gibt es z. B. auch im Gesundheitswesen. Demnach dürfte es auch keine Krankenschwestern mehr geben.
Es gibt genügend Handwerksbetriebe, die noch Ausbildungsstellen haben. Sie haben jedoch welche genannt, die von vorne herein zum Aussterben verurteilt sind und für die wir in unserer Gesellschaft keine Verwendung mehr haben.
Ich denke da speziell an Elektriker, Mechaniker, Kaminkehrer, Schlosser usw.
Ich könnte noch einige nennen - will es aber nicht.
Und warum wohl werden die Dienstleistungsanbieter aus den östlichen oder südosteuropäischen Ländern in Anspruch genommen???? Weil niemand mehr bereit ist, für eine gute Arbeit was zu bezahlen will!!!!!
Eine namhafte Bäckerfirma besorgt sich z. B. die Rohlinge aus Polen. Aber die übrigen Backreste am Abend dürfen nicht einmal an die Mitarbeiter verteilt werden - sie werden weggeworfen! Das Geschäftsgebaren ist nur noch darauf aus, möglichst gewinnbringend zu wirtschaften. Egal, wie.
Geld regiert die Welt!
Kummerkasten
am 30.12.2009 / 18:47 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Happy

Was der Bäcker holt sich die Rohlinge aus dem teuren Polen ??!! Da hat er wohl den Trend verpennt und seine Rohlinge noch nicht als Tiefkühlfracht aus China geordert !!

Dasz niemand mehr fuer gute Arbeit bezahlen will, ist spätestens seit dem Aufkommen der GEIZ IST GEIL - Bewegung auch kein Staatsgeheimnis mehr ! Aber versuch doch mal aus den Dienstleistungsanbietern - die aus den südöstlichen / östlichen Ländern kommen - mal eine Spezialfirma ausfindig zu machen !? Spätestens an dieser Stelle beginnt sich der Spreu vom Weizen zu trennen !

Beispielsweise sucht man als Bauherr vergeblich eine Dachdecker-Firma, die in der Lage ist auch mit Naturschiefer zu arbeiten. Meines Wissens existiert in Deutschland gerade mal eine einzige Firma, die das richtig kann !!!!

Übrigens bei den Gewerken, die Deiner Meinung nach zum Aussterben verurteilt sind, hast Du auch den Kaminkehrer ( bzw. Schornsteinfeger ) genannt ??!! Wieso das ?? Meiner Kenntnis nach haben die Schornsteinfeger - so ziemlich als einziges Gewerk (!!) - immer noch eine Monopolstellung inne!!
Andere Handwerke, die ich genannt hatte wie Schuster, Hutmacher, Schmied können durch mittlerweile geänderte Rahmenbedingungen und Produkte durchaus ihren Herren ernähren !

Dass heutzutage Abiturienten bei den Lehrstellenanbietern gern gesehen sind, liegt schlichtweg an der besseren Schulbildung, die sie aufweisen - im Vergleich zum gerne zitierten Hauptschulabgänger. Nur da haben sich, durch teilweise gesteigertes Engagement der Schulen, die Verhältnisse teilweise etwas zu Gunsten der benannten Hauptschüler verschoben. Aber Ausreiszer und Totalversager findet man wohl auch in beiden Gruppen !!

Dass Abiturienten studieren, dürfte aber trotzdem immer noch die berufliche Hauptrichtung dieser Klientel sein ! Schlieszlich muss die längere Schulzeit ja zu irgendetwas von Nutzen sein.
Aber es gibt immer noch die Romantiker oder einfach um die Familientradition fortzusetzen - die auch gerne das Handwerk des Zimmermanns, des Maurers oder Steinmetzen erlernen und anschlieszend als Geselle für drei Jahre auf Wanderschaft gehen !
So gesehen kann man dann doch niemand verwehren - aus welchen Gründen auch immer (!?) - einen Handwerksberuf zu erlernen, selbst wenn er Deiner Meinung nach zum Aussterben verurteilt sein sollte !
Schlieszlich gibt es ja immer noch den Rettungsanker der höheren Qualität !

Und um noch einmal zum Beispiel mit dem Bauherrn zurückzukommen, der händeringend nach einer Dachdecker-Firma sucht, die auch mit Naturschiefer arbeiten kann.
Spätestens, wenn er vor dem Haufen zerbrochener Schieferplatten steht - die ihn ein paar Tausend Euro gekostet haben, die Geiz-ist Geil-Dachdeckerfirma aus dem Osten ein undichtes Dach abgeliefert hat und von der deutschen Eindeckung offenbar absolut keine Ahnung hatte .... Ja dann ist der Spass definitiv zu Ende !!!
Smiley veraergert
Happy
am 01.01.2010 / 13:22 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Kummerkasten,
warum so gereizt? Ihre Teufelchen schüchtern mich keinesfalls ein.
Außerdem finde ich meine Zeit zu schade, um mit Ihnen weiterhin über Themen zu diskutieren, die man nicht ändern kann und schon gar nicht will.
Ich wünsche Ihnen einen Dachdecker, der es beherrscht, die teuren Schieferplatten zu verlegen.
Ein gutes Neues Jahr 2010,
MfG
Happy
Happy
am 01.01.2010 / 13:29 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Kummerkasten,
Nachtrag: Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Abiturienten meist zwei linke Hände haben und im Handwerkeralltag kläglich versagen bzw. nicht tauglich sind.
Der Herr Professor ist z. B. nicht in der Lage, einen Nagel in die Wand zu hauen, aber eine Hausfrau. Sie ist in der Lage, mehrere Berufe zu vereinen: Krankenschwester, Kinderschwester, Erzieherin, Köchin, Putzfrau,
Gärtnerin, Floristin usw.
Trotzdem ist es auch nicht Aufgabe der Herrn Professors, die Nägel in die Wand zu klopfen. Wieder einmal muß ich darauf verweisen: Schuster bleib bei Deinen Leisten.
Kummerkasten
am 01.01.2010 / 18:32 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Happy

Nur unter einer Bedingung könnte ich Dir bei Deinem zweiten Beitrag zustimmen, der unter der Überschrift steht: SCHUSTER BLEIB BEI DEINEN LEISTEN .
Ebenfalls stammt dieser Spruch noch aus den Zeiten als das Handwerk in Zünften organisiert war. Dies war auch ein groszer Vorteil für die damals im Handwerk Beschäftigten, denn beispielsweise Zimmerer oder andere Bauhandwerker konnten bei schlechter Bezahlung sofort die Arbeit hinwerfen und zur Nachbarbaustelle ziehen, wo sie besser bezahlt wurden.
Und ein Bauherr, der plötzlich vor einer menschenleeren Baustelle stand, konnte dagegen absolut nichts unternehmen !!!
So grosz war die Macht der Zünfte !! Dies ist absolut kein Vergleich zu den heutigen kastrierten Interessenvertretern der Arbeitnehmer, sprich den Gewerkschaften !!

Aber um zur genannten Bedingung zurückzukehren !! - Diese Bedingung wäre die weitere Existenz des GESETZES ZUR BERUFSSTANDSWAHRUNG, das es bereits in der Weimarer Republik gab, aber klammheimlich von einer der Vorgängerregierungen unter den Teppich gekehrt wurde.
Dieses Gesetz garantierte die Anerkennung bisheriger Berufs- und Bildungsabschlüsse im Rahmen der Arbeitsvermittlung.
Da seit der Schröder-Regierung jedoch das generelle Ziel der Regierenden darin besteht aus den Deutschen ein Volk von Arbeitssklaven zu machen, die auch unter den ummenschlichsten Arbeitsbedingungen funktionieren sollen, kann man dieses Sprichwort eben leider nicht mehr praktizieren !!

Nun musz der Herr Professor eben doch die Nägel in die Wand schlagen oder bei LIDL die Regale einräumen (letzteres beruht auf den wahren Tatsachen eines Literaturprofessors !!).

Dass nun Abiturienten zwei linke Hände haben, möchte ich ebenfalls nicht gerade unterschreiben - hängt wohl auch von der bisherigen Ausbildung beziehungsweise dem Elternhaus ab !

Apropos Ausbildung - um die handwerklichen Grundfertigkeiten auszubilden, gab es in der ehemaligen DDR ja auch mal ein Unterrichtsfach, das sich Werkunterricht nannte und in der Grundstufe bis zur 5. oder 6. Klasse gelehrt wurde. Danach wurde es durch ein Fach abgelöst, das sich Einführung in die sozialistische Produktion nannte und aus dem theoretischen Teil in der Schule sowie dem praktischen Teil in diversen Betrieben bestand.

Wohl gibt es durchaus auch Hauptschüler, die nicht in der Lage sind einen Nagel zu erkennen, wenn er vor ihnen liegt !!!??

Gruss
Smiley veraergert
alles nur schein
am 02.01.2010 / 18:26 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
wenn ich mir die scheindisskusion der arbeitslose betrachte; dann kann ich nur sagen:
SCHEIN- ALLES NUR SCHEIN!!!
SCHEINURSACHEN!!!
NEBEL
SAND IN DIE AUGEN
ABLENKUNG ...

Kummerkasten
am 02.01.2010 / 18:41 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@alles nur schein

Es wäre sehr freundlich von Dir gewesen, wenn Du Deinen Ausführungen etwas mehr Inhalt gegeben hättest ! Ansonsten wüsste ich jetzt mit Deinem Beitrag irgendwie nichts anzufangen ???????????Smiley traurig
Smiley veraergert
alles nur schein
am 03.01.2010 / 11:57 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@kummerkasten,
sehr gerne doch.
warum sage ich alle nur schein?
schröder hat damals die wahlen gewonnen, weil er versprochen hat, die arbeitslosigkeit zu verringern. als er dann gescheitert ist, dann hat er die ursachen (schein) für die arbeitslosigkeit genannt.
schlechte haare, zähne und co. (angriff ist die beste verteidigung) . SCHEINURSACHEN
es gibt natürlich menschen, die solche schwächen haben, aber bei 4 Mil. sind das nicht mal 2-3 %.

merkel sagt, dass die wirtschaftskrise, die ursache für die arbeitslosigkeit ist. aber die krise gibt es nur zeit 2 jahren, sie regiert aber seit 4 jahren. SCHEIN UND NEBEL AKTIONEN

im tv kommen dann die schlauen bosse und erzählen, dass in afrika und sonstwo die menschen kein wasser haben. also, wieder SAND IN DIE AUGEN. die arbeitslosen in deutschland sollen ruhig sein und nicht verlangen. solche vergleiche sind unzuläsig, vergleiche sind nur unter der ähnlichen starken länder valid. deutschland - schweiz, norwegen, holland, dänemark.
oder wie de promis und co institutionen die armen helfen. in wirklichkeit helfen sie nicht, sondern lassen die leute in abhängigkeit - so wie die tiere. NEBEL AKTIONEN

dann zeigt man im tv, wie die agentur für areit die arbeitslosigkeit bekämpft. frau leiterin-skandal, was haben sie konkret gemacht? ja, wir haben die frist der kurzeitarbeit verlängert. heeee, was ist das? sie haben die steuergelder einfach nur verteilt, mehr nicht. was haben sie konkret gemacht? haben sie gekocht? ja, ich habe was beim inder bestellt. (also nichts gemacht, nur geld ausgegeben) wie viele leute haben sie den vermittelt? alleine in ihrem stadt gibt es (z.B. Stuttgart) 5000 akademiker ohne job. ja, wir bieten bewerbungstraining. heeee, akadmiker und bewerbungstraining und co. das ich nicht lache. also, nichts konkretes getann. ABLENKUNG!
konkret, was haben sie gemacht? ja, die zeitarbeitsfirmen und wir kooperieren in diesem zusammenhang. also, doch nichts gemacht. nur frisieren und versklaven...
die wirtschaft und der öffent. sektor stellen nur die eigene leute ein. es wird getrickst, getäuscht und gelogen, was das zeugt hält. SCHEINLÖSUNGEN!
angenommen, ich wäre der leiter der agentur für arbeit in stuttgart. dann haben ich alle daten der arbeitslosen. was muss getan werden?
für jeden stadtteil ( ca. 1000 arbeitslose) muss ein team aus fünf experten geschaffen werden.
wer könnte in die selbstständigkeit begleitete werden? (Akademiker und Fachkräfte)
wer könnte wo arbeiten? (
wer könnte einfache arbeiten in der teilzeit erledigen? (Frauen)
dieses team analysiert jeden arbeitslosen und arbeitet einen konkreten plan aus.
1. xy kategorie soll das und jenes besuchen, dann wird xy umgesetz . unseren experten begleiten den prozess (z. b. selbstständigkeit)
(stellen sie mal vor, die absolventen können nicht mal ein termin bei der agentur für arbeit erhalten- die werden von unkompetenten jobcenter betreut .)
so effektiv wird gearbeitet!!!
gruß




maschinenmensch
am 03.01.2010 / 13:08 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@alles nur schein:

Du schreibst:
---
angenommen, ich wäre der leiter der agentur für arbeit in stuttgart. dann haben ich alle daten der arbeitslosen. was muss getan werden?
für jeden stadtteil ( ca. 1000 arbeitslose) muss ein team aus fünf experten geschaffen werden.
wer könnte in die selbstständigkeit begleitete werden? (Akademiker und Fachkräfte)
wer könnte wo arbeiten? (
wer könnte einfache arbeiten in der teilzeit erledigen? (Frauen)
dieses team analysiert jeden arbeitslosen und arbeitet einen konkreten plan aus.
1. xy kategorie soll das und jenes besuchen, dann wird xy umgesetz . unseren experten begleiten den prozess (z. b. selbstständigkeit)
(stellen sie mal vor, die absolventen können nicht mal ein termin bei der agentur für arbeit erhalten- die werden von unkompetenten jobcenter betreut .)
so effektiv wird gearbeitet!!!
---

Für diese Form der Bewirtschaftung gibt es eine Bezeichnung:
Man nennt so etwas Planwirtschaft.

Der Staat ist numal nicht in der Lage, den Bedarf der Volkswirtschaft effizient zu organisieren, und genau deshalb ist die Tätigkeit des Arbeitsamtes hinsichtlich der Arbeitsvermittlung nutzlos.

In den letzten 80 Jahren hat man weltweit über 50 Großexperimente in in allen möglichen Variationen und Ausprägungen in verschiedensten kulturellen Umgebungen durchgeführt, und alle Großversuche sind gescheitert:
Jede zentralistische Planwirtschaft, in der staatliche Behörden und staatliche Funktionäre den Ablauf und die Verteilung von Produktivmitteln, Gütern und Arbeitskräften organisieren, ist gescheitert. Ausnahmslos.

Man sollte das Arbeitsamt auflösen und die hierdurch freiwerdenden finanziellen Mittel sinnvoller nutzen, beispielsweise um Schulen und Universitäten besser auszurüsten.
Ich kenne jedenalls niemanden, der über das Arbeitsamt jemals eine vernünftige neue Stelle gefunden hätte.
Alle, die einen neuen Job gefunden haben, haben das allein durch eigene Initiative und eigene Anstrengung erreicht, ohne die klugen Ratschläge vermeintlich besserwissender Arbeitsberater von einem Amt.
Also: Den Laden schliessen und die Gelder einer besseren Verwendung zuführen.
alles nur schein
am 03.01.2010 / 13:42 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@maschienenmensch
naja, wenn die agentur für arbeit nicht in der lage ist ihre funktionen zu erfüllen, dann würde ich dein vorschlag (auflösung) befürworten.
jede institution hat eine bzw. mehrere funktionen zu erfüllen. polizei, finanzamt, schulen, uni, landrasamt usw. wenn diese ihre funktionen nicht erfüllen, muss man diese dann aber auch auflösen- so ihre logik. da hast du mein zustimmung. (das hat aber mit sog. planwirtschaft absolut nichts zu tun)
aber wann ist dann eine institution überflüssig? hat ihre funktionen nicht erfüllt!!!
AGENTUR FÜR ARBEIT IST DEFINITIV GESCHEITERT ( 4 mil. arbeitslosen, 7 mil. hartz armut)
was ist dann mit den andern o.g. institutionen? wie hoch ist die messlatte?
Irrenarzt
am 03.01.2010 / 13:57 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Gott....so viel wirre Gedanken hier .... Smiley rollende Augen
Happy
am 03.01.2010 / 15:41 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Irrenarzt,
mit Abstand der mieseste und vor allem der kränkendste Beitrag! Wie einfallslos.
Gruss, Happy
Kummerkasten
am 03.01.2010 / 18:50 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@maschinenmensch

Planwirtschaft wäre möglich unter der Voraussetzung, dasz der spekulative Einfluss auf die Kurse von börsennotierten Groszunternehmen und der Wirtschaft endgültig ausgemerzt würde.
Dies heiszt also nichts anderes als die Börse und alternative Spekulationsmöglichkeiten endgültig und restlos auszurotten. Unter dieser Voraussetzung wäre Planwirtschaft möglich und wirtschaftliche Entwicklungen auch steuerbar.
Apropos Arbeitsamt - das heiszt jetzt Arbeitsagentur ! Über das Arbeitsamt habe ich allerdings als Akademiker doch schon mal eine Stelle vermittelt bekommen ! Obwohl das Amt nur ca. 10 Prozent Anteil an der ganzen Geschichte hatte. Und schlieszlich musz es Irgendjemand geben, der die Arbeitslosen verwaltet und dafür sorgt, dasz das ALG auch den Empfänger erreicht. Oder möchtest Du als potentieller Arbeitsloser etwa so einfach in der Luft hängen ????

@alles nur schein
Hinsichtlich der Arbeitslosigkeit von Akademikern wundere ich mich nur jedesmal über die Behauptung der Unternehmen, man würde hier in Deutschland keine qualifizierten Bewerber finden !?? Es liegen doch genügend Ingenieure ohne Job auf der Strasse !!???
Man müsse deshalb Fachkräfte aus dem Ausland anwerben, die dann aus Ländern kommen deren Namen man erst nach einem Blick auf den Globus verifizieren kann ( übertrieben ausgedrückt !! ). Nur diese Forderung hat in meinen Augen den Haken, dasz die Ausbildungsstellen für diese ausländischen Fachkräfte auch nur mit Wasser kochen ! Daher kann ich einfach nicht glauben, dasz die Ausbildung an DEUTSCHEN ( !!!! ) Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen qualitativ schlechter sein soll, als bei irgendeiner Wald und Wiesen UNI im Ausland - wo man vielleicht bis vor 10 Jahren von einer Hochschulausbildung noch nie was gehört hat !!!!
Naja vielleicht mag man das annehmen, bei einem Blick auf total überfüllte Vorlesungen und Seminare an den UNIs ??
Smiley veraergert
Nick
am 03.01.2010 / 19:31 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Zum Auflockern der Diskussion und als Bestätigung vieler vorhergehender Beiträge in diesem Blog wie tiefgreifend und kritisch die derzeitige Situation ist, möchte ich folgende Spiegel-Artikel empfehlen:

1. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,669104,00.html
2. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,584050,00.html

Viel Spass,

Nick
Happy
am 03.01.2010 / 21:03 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Hätte (das Arbeitsamt) die Agentur für Arbeit weniger Konkurrenz (Headhunter, Vermittlungsagenturen), könnte sie wesentlich mehr Arbeitsstellen vermitteln und würde nun nicht als schwarzes Schaf da stehen.

Leider ziehen es die Firmen vor, für eine Vermittlung zu bezahlen, obwohl sie dies von der Agentur für Arbeit kostenlos haben können.

@Nick,
Danke für die Info. Ich werde mich sofort daran machen.

Gruss, Happy
alles nur schein
am 03.01.2010 / 21:05 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@kummerkasten
die sog. mangelnde ausbildung, schlechte zähne, haare, kleider, die wirtschaftkrise usw. sind nur scheinursachen.
die wirklichen ursachen liegn in der organisation und struktur des staates.

alles nur schein!!!
arbeitsamt_nein_danke
am 03.01.2010 / 21:48 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Happy:

Ich kann Dir aus eigener Erfahrung (Personalverantwortlicher in einem mittelständischen Unternehmen) versichern, dass man mit den Bewerbern der Arbeitsagentur nichts anfangen kann.
Denn die Arbeitsagenturen schicken seit Jahren Bewerbern zu Terminen, die weder zu der ausgeschriebenen Stelle passen noch die erforderlichen Qualifikationen mitbringen.
Typischer deutscher Behördenirrsinn. Wir verzichten deshalb inzwischen auf eine Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur, denn wir haben weder Zeit noch Ressourcen, uns mit hunderten ungeeigneten Bewerbern zu beschäftigen. Ich weiß aus Gesprächen mit Berufskollegen, dass es in vielen anderen Unternehmen ganz ähnlich ausschaut.
Die meisten Fachkräfte, die mal mit dem Arbeitsamt zu tun hatten, werden sicherlich bestätigen, dass die dortigen Vermittler oftmals nichtmal eine oberflächliche Ahnung bzgl. der Beurteilung und Einschätzung berufsrelevanter Qualifikationen haben.
Wir arbeiten daher vorzugsweise mit spezialisierten Personalmittlern zusammen, die eine sinnvolle Vorauswahl treffen und uns geeignete Kandidaten vorstellen können.
arbeitsamt_nein_danke
am 03.01.2010 / 21:58 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Happy:

Oh, was ich noch ergänzen wollte:
Wir ziehen es auch vor, für eine erfolgversprechende Vermittlung zu bezahlen.
Es ist für uns letztlich erheblich kostengünstiger, für eine Auswahl geeigneter Kandidaten zu bezahlen, in der wir dann tatsächlich den gesuchten Kollegen finden, als dass wir uns wochen- und monatelang mit hunderten ungeeigneter Bewerber befassen müssen.
Das Problem ist nunmal, dass in den Behörden zu oft Leute sitzen, die von der Materie, mit der sich beschäftigen, leider zu wenig bis keinerlei Kenntnis haben.
Als wir das letztemal mit dem Arbeitsamt zusammengearbeitet haben, suchten wir einen Netzwerkadministrator. Du kannst Dir inzwischen vielleicht denken, wen man uns geschickt hat?
Bäcker, Metzger, Klempner, Sozialwissenschaftler, zig Leute, die irgendeine interne 6-monatige staatliche Umschulung erhalten hatten, leider alle nicht geeignet für die ausgeschriebene Stelle.
Man tut m.E. den Leuten mit dieser Art der staatlichen Vermittlung/ Verwaltung auch keinen Gefallen, wenn man laufend willkürlich Leute zu Bewerbungen nötigt und zu Terminen schickt.
Es sind nicht die privaten Arbeitsvermittler, die der Arbeitsagentur das Leben schwermachen, wie Du glaubst, es ist anders herum:

Wäre die Arbeitsagentur nicht so grottenschlecht und unfähig, dann würden wir uns mit Freuden die Ausgaben für private Personalvermittler sparen, leider ist der staatliche Dienst aber derart unbrauchbar, dass wir eben die Personalsuche mit privaten Anbietern abwickeln müssen.


jcs
am 04.01.2010 / 08:56 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@arbeitsamt_nein_danke
@Happy

Selbst als sog. Headhunter tätig, habe ich definitiv die gleichen Erfahrungen wie @arbeitsamt_nein_danke gesammelt.
Beispiel:
Gewissermaßen in einem Anfall von ausgeprägtem Hilfswillen gegenüber der Vielzahl Arbeitsloser habe ich in 2009 dreimal versucht, über das Portal der AA _scheinbar_ geeignete Bewerber für Kundenaufträge zu gewinnen. Nachdem ich aus den teilweise sehr konfusen Bewerberprofilen einige mehr oder weniger passende Kandidaten herausgefiltert hatte, habe ich diese direkt angeschrieben (unter Nennung des jew. Stellenangebotes usw.).

Ergebnis: Von über 35 direkt angesprochenen (vermeintlich) arbeitsuchenden Akademikern haben sich 2 direkt bei mir gemeldet. Dann kamen noch weitere 3 dazu. Jedoch nur, weil ich die AA, also die sog. Kundenberater, direkt um Unterstützung gebeten habe. Nachdem ich dann dort konkret die von mir angeschriebenen A.-Suchenden identifiziert hatte, wurden diese von der AA aufgefordert, sich bei mir zu melden - mit dem eben erwähnten Resultat.

Ach so - und jene, welche sich gemeldet hatten, hatten dann gerade keine Lust für (gut dotierte Festanstellungen) in eine andere Stadt/Region zu gehen. Zitat: Ich bevorzuge eine Festanstellung im Radius 40km um Wuppertal. Es gab gundlegend keine Bereitschaft, sich überhaupt einmal empfehlen zu lassen. Ob es dann zum Vorstellungstermin kommt, ist ja dann erst mal noch ein weiterer Schritt....
Das ist repräsentativ für alle Antworten, die ich erhielt!! Ende.

Also fischen wir Personalvermittler eben weiter in den bekannten Portalen (experteer, Placement24 usw.). Das kostet zwar Inserenten und Vermittler Geld, ist aber eben effizienter. Denn die dort präsenten Leute wollen i. d. R. auch einen neuen oder anderen Job. Und es sind auch jede Menge Arbeitslose dabei.

Zur Qualifikation der _Kundenberater_ der AA habe ich am 14.12. schon mal etwas geschrieben.
Happy
am 04.01.2010 / 12:22 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@jcs
mit Sicherheit haben Sie den Nagel. Zum Arbeitsamt geht nunächst jeder, der arbeitslos wird. Die Frage ist natürlich, wie viele davon arbeiten wollen.
Ich bin selbst in der Führungsetage und stelle immer wieder fest, dass die Bewerber-/innen gar nicht arbeiten wollen. Effizienter ist natürlich ein Jobvermittler.
Das Arbeitsamt sollte m.E. diese Sparte ausgliedern und den Headhuntern bzw. Jobagenturen überlassen.
Um auf die generelle Frage der übrigen Diskussionsteilnehmer zu kommen: Heute habe ich wieder einen Artikel im Spiegel vom 2.1.2010 gelesen. Hier geht es um Missbrauch in der Kurzarbeit.
Da ist natürlich nicht nur die Staatsanwaltschaft, sondern auch die Agentur für Arbeit voll im Einsatz - und da finde ich die Agentur für Arbeit überhaupt nicht überflüssig, sondern notwendig.
Außerdem werden von der Agentur wesentliche Vorarbeiten geleistet, wie z. B. Anträge, Arbeitslosengeld usw.
Ich finde, dass mit Sicherheit viele, die wirklich eine Arbeit suchen und auch wirklich arbeiten wollen, die für ihn geeignete Arbeit finden wird.
Vielmals wird die Wirtschaftskrise als Deckmantel benutzt - um sich für mangelnde Eigeninitiative zu entschuldigen.
Keinesfalls will ich den Headhuntern zu nahe rücken - ich habe aber auch mit diesen bereits negative Erfahrungen machen müssen.
Naja, schwarze Schafe gibt es halt in jeder Branche.
Dagegen will ich die Personalvermittler echt loben, die leisten enorme Vorarbeiten, die eigentlich nicht wirklich erkannt werden. Und auch die Mitarbeiter und die Auslagen müssen bezahlt werden. Daher finde ich es natürlich gerecht, wenn dafür Vermittlungsgebühren anfallen.
Neulich habe ich wiederum einen Artikel gelesen, ich weiß nur nicht mehr wo, dass händeringend Ärzte gesucht werden.
Tja, es sollten halt nicht so viele BWL studieren, denn die sitzen zum Großteil auf der Straße. Da gibt es halt zu viele davon.
Viele Grüße, Happy
Happy
am 04.01.2010 / 12:25 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Nick,
ich habe gestern abend die Beiträge gelesen. Genau das, was wir bereits mehrfach hier in diesem Forum erörtert haben, jedoch nur auf einer anderen Ebene.
Gerne würde ich wissen, was Du beruflich machst und in welchem Gebiet Du tätig bist.
Viele Grüße,
Happy
Happy
am 04.01.2010 / 12:33 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@arbeitsamt_nein_danke
Du hast recht. Ich pflichte Dir in allen Dingen bei. Die Vorarbeiten, wie z. B. Stellengesuch veröffentlichen, Bewerbungen durchkämmen, die richtigen Mitarbeiter zu finden - all das kostet wahnsinnig viel Zeit und auch Nerven. Dann die Terminierung der Gespräche usw. und usf. sehr zeitaufwändig.
Ich kann es deshalb gut verstehen, wenn sich die Betriebe an die Headhunter wenden.
Doch viele Betriebe ersparen sich die Vermittlungen und auch die Vermittlungsgebühr, indem sie die Abteilungsleiter auf die Bewerber ansetzen. Das wiederum bedeutet für jeden AL enorme Überstunden und genau das liegt natürlich im Interesse des AG!.
Es ist ein Kreis, der vermutlich sehr schwer zu durchbrechen ist.
Viele Grüße, Happy
Happy
am 04.01.2010 / 12:36 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Nachtrag:
Manche stellen sich aber auch - mit Verlaub - absichtlich bei einem Bewerbungsgespräch saudumm an oder verlangen horrende Entlohnung, um ja nicht vermittelt zu werden. Diese Taktik ist ja allseits bekannt!
Gruss, Happy
jcs
am 04.01.2010 / 15:23 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Happy

Zitat: _Außerdem werden von der Agentur wesentliche Vorarbeiten geleistet, wie z. B. Anträge, Arbeitslosengeld usw._

Das ist es ja eben. Die Agentur verwaltet ausschließlich sich selbst und die Arbeitslosen. Wirkliche Vermittlungsarbeit wird nicht geleistet bzw. kann, wie schon in diesem Forum mehrfach beschrieben, aufgrund der Inkompetenz (und sei sie noch so entschuldbar) der Berater nicht geleistet werden.

Im Zweifel wäre das auch nicht so dramatisch, müssten wir nicht diesen ganzen Irrsinn mit Steuergeldern finanzieren.

Im Übrigen gebe ich Dir natürlich Recht - auch ich bin der Ansicht, die Masse der Arbeitslosen und Arbeitsuchenden WILL arbeiten!

Da aber nicht jeder seinen eigenen _Personalcoach_ spielen kann, fällt es vielen schwer, sich gescheit zu bewerben. Egal, welche Aus- bzw. Vorbildung vorhanden ist. Und das ist nicht arrogant oder zynisch gemeint. Den meisten fehlt es einfach an der professionellen Hilfe, welche, insbesondere nach Volkes Meinung, die AA zu bringen hat.

Das Ende vom Lied sind dann breit gestreute Massenbewerbungen welche kaum Bezug auf die ausgeschriebene Position nehmen. Diese werden dann zuallererst aussortiert.

Na ja - und jetzt haben wir noch nicht über die teilweise phantastischen (utopischen) Vorstellungen der Arbeitgeber bzgl. der Bewerberprofile gesprochen... Smiley rollende Augen
alles nur schein
am 04.01.2010 / 17:10 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
man muss kein experte sein, um festzustellen, das die agentur für arbeit ( + politik+ wirtschaft+ gewerkschaften + verbände...) gescheitert ist.
die fakten belegen das eindeutig.
4 mil. arbeitslose
7 mil. hatz armut

was soll man mit so eine gescheiterte institution machen?
weiter so ? (mit scheinursachen die menschen ablenken und das status oo beibehalten)
oder grundlegende reformen durchführen?
arbeitgeber
am 04.01.2010 / 18:52 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Hallo,

ich weiger mich H 4 zu sagen....nach 25 Jahren Berufstätigkeit ist es Arbeitslosengeld 2;
auch habe ich nie wirklich Hilfe vom Arbeitsamt erwartet. Mein Problem ist mit 43 Jahren
bereits mein Alter. Als qualifizierter Bankkaufmann bin ich den meisten wegen der Berufserfahrung
zu teuer ( Tarifvertrag ) ; hinzu kommt, das ich bereits mehr als 5 Arbeitgeber hatte ( in 25 jahren ! );
auch das schreckt manche ab oder macht einfach nur stutzig. In Berlin habe ich alle durch ...und
in Brandenburg bald. Ortsfremd werde ich eh nicht eingeladen, da ich ja nicht die Sprache der Ureinwohner
spreche - die gewünschte Mobilität der Arbeitslosen ist eine Farce, da die Arbeitgeber z.B. in Bayern lieber
Bayern als Berliner einstellen !

Prost Neujahr !
Happy
am 04.01.2010 / 22:34 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@jcs
Du hast recht, die von der AA vorgegebenen Bewerbungen kann man knicken. Die sind im Ernstfall nicht zu gebrauchen.
Außerdem müssen meines Wissens die Alo mindestens 2 Bewerbungen wöchentlich nachweisen. Da kann man sich doch vorstellen, dass die sich auf alles bewerben, was ihnen zwischen die Finger kommt. So der Bäcker für den Posten als Buchhalter, so der Friseur als Schreiner usw...
Es ist teilweise nicht mehr realistisch. Das ist der blanke Wahnsinn!
Gruß, Happy
jcs
am 05.01.2010 / 09:57 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@arbeitgeber

Auch hier: Volle Zustimmung.

Dass keine Unterschiede bzgl. der Dauer der Berufstätigkeit gemacht werden, ist nur EIN zusätzlicher Kardinalfehler dieser Gesetze.

Wenn wir uns vor Augen halten, dass der Namensgeber dieser unsäglichen Gesetze ein rechtskräftig verurteilter (Entschuldigung für die Wortwahl) _Nuttenpreller_ ist, welcher mit einer Millionenabfindung nach Hause geschickt wurde, bekommt man den blanken Zorn.

Dieses Herrn Hartz Gesichtsausdruck während der Gerichtsverhandlungen sprach über seinen Realitätsverlust Bände.
Motto: Ich weiß überhaupt nicht, was Ihr von mir wollt? Schließlich habe ich Euch doch die brillianten Hartzgesetze geschenkt !? Und für VW habe ich doch auch meine Genialität zur Verfügung gestellt, für was werde ich eigentlich verurteilt?.

Und dann hofiert unser ebenso genialer damaliger Kanzler dieses Subjekt wie den heiligen Gralsbringer... unfassbar.

Fakt ist, dass die Alg. 2-Bezieher definitiv aus allen halbwegs sinnvollen Förderungsprogrammen rausgekegelt, gesellschaftlich stigmatisiert und ausgegliedert werden.

Wer das nicht selbst oder in naher Bekanntschaft erlebt hat, glaubt es offensichtlich nicht. Sonst wären jene, welche noch Arbeit haben, etwas solidarischer mit den Betroffenen (noch immer wird pauschal von Faulenzern, Arbeitsunwilligen usw. polemisiert).

Aus bestimmten Gründen wollen unsere Volksverteter das nicht wahr haben oder wahr nehmen und unterlassen insofern jedwede Reform dieser Gesetze.

scheinmauer
am 05.01.2010 / 21:04 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit

leute, seit jahrhundert wird immer mit der selben formel regiert.
arme soll arm bleiben, sonst können die reichen gar nicht reich sein.
eine kategorie muss ja verlieren. die armen verlieren in der ralität.
nur in film wird eine ilusion vorgespielt!!
es wird immer manipuliert, getrickst und mit scheinursachen meinungsbildungen erzeugt,
um von der thema abzulenken.
dieses formel ist leider für die ewigkeit!!!
orthograph
am 05.01.2010 / 21:53 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@scheinmauer:

Naja, wenn ich mir so Deine Rechtschreibung und Grammatik ansehe, dann überrascht es mich nicht, dass Du so jammerig denkst... Smiley rollende Augen
scheinmauer
am 05.01.2010 / 22:40 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
naja, du bist bestimmt ein orthograph von beruf. stell dir mal vor, hr. einstein hat ebenfalls schwerigkeiten mit der normierten rechtsschreibung gehabt und er hat deine welt verändert. das überrascht dich, oder?
LENK NICHT VOM THEMA AB, sondern du solltes mal gedanken machen, warum die hatz armen und arbeitslosen immer die rechnung für reichturm zahlen müssen.
die armen und co benutzt man wie waschlappen. ist die arbeit geleistet bzw. wird diese waschlappenmensch nicht gebraucht, dann wird er zum sündenbock der welt gemacht.
angriff ist immer noch die beste verteidigung, das hast du bestimmt in einer elite von adel uni gelernt.
mach weiter so!!!
Nick
am 05.01.2010 / 23:34 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Hallo Scheinmauer,

lass Dich bitte von den unqualifizierten Aeusserungen von Orthograph nicht
irritieren. In diesem Zusammenhang moechte ich gerne eine Anekdote aus meiner
Schulzeit erzaehlen:

Einer meiner Klassenkameraden hat mal im Deutschunterricht etwas inhaltlich
voellig korrekt ausgedrueckt, jedoch von der grammatikalischen Formulierung
war es nicht ganz korrekt. Daraufhin wurde der besagte Schueler vom
Lehrer vor versammelten Klasse auf einer aeusserst unangenehmen Weise laecherlich
gemacht. In der Situation konnte ich mich nicht zurueckhten und habe
folgendes vor versammelter Klasse zum Deutschlehrer gesagt: Ob ich meinem
Gegenueber sage, Du bist ein Idiot oder Du sein ein Idiot spielt keine
grosse Rolle. Denn wenn mein Gegenueber nicht die geistige Flexibilitaet
hat Du sein ein Idiot zu verstehen, dann ist es um seine Intelligenz nicht
besonders gut bestellt.
Die Klasse hat sich damals koestlich ammuesiert, was man allerdings
von meinem Deutschlehrer nicht behaupten kann. Er hat mir
damals einen Klassenbucheintrag verpasst, aber er hat es dann zumidest in
der Zukunft unterlassen, Mitschueler vor versammelter Klasse zu
diskreditieren.

Beste Gruesse

Nick
Nick
am 05.01.2010 / 23:43 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Orthograph moege mich entschuldigen, denn ich habe im
vorhergehenden Beitrag mehrere Fehler gemacht, aber ich hoffe,
dass es vom inhaltlichen klar ist. Ansonsten werde ich den letzten Beitrag
noch einmal gerne fehlerfrei nachreichen.
anonym
am 06.01.2010 / 00:40 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@scheinmauer:

Entgegen der weitverbreiteten Auffassung, Einstein sei ein schlechter Schüler gewesen, ist genau das Gegenteil wahr:
Einstein war ein sehr guter Schüler. Und in den meisten Fällen ist die Ursache von Versagen leider nicht Hochbegabung, sondern leider schlichtweg Inkompetenz.
Im übrigen: Mit Jammerei hat noch niemand etwas erreicht.
Jammerei und Selbstmitleid sind nur eine armselige Ausflucht vor der Realität.
Wer - wie Du - glaubt, dass arm immer arm bleibe, nun, der sollte sich fragen, ob er an seinem Zustand nicht selbst eine erhebliche Mitschuld trägt.

Was Deine absurde These betrifft, die H4-Empfänger und die Arbeitslosen würden die Rechnung für den Reichtum anderer tragen:
Totaler Bullshit - in unserem Staat werden über 50% der Staatseinnahmen für sog. soziale Belange inkl. der durchgängigen Versorgung von Millionen Transferempfängern aufgewendet, die im Gegenzug dafür keine Leistung erbringen.
Es sind nicht die Arbeitlosen, die Reichtum schaffen (denn vom Herumsitzen ist weder ein einziges Haus gebaut noch irgendein Medikament entwickelt noch irgendeine Kartoffel gepflanzt worden), es sind diejenigen, die arbeiten, die Wohlstand und Reichtum schaffen.

Das ewige Gejammer und Gemaule von Leuten, die offenbar den Hintern nicht hochbekommen und anderen die Früchte ihrer Arbeit neiden, kennt in diesem Land offenbar keine Grenzen.
scheinmauer
am 06.01.2010 / 12:28 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@nick, das beispiel hat mich sehr gefallen.
(ich bin der meinung, dass der orthograf diese äußerungen mit absicht macht, um jemanden klein und unwichtig zu machen. persönlich jd angreifen ist die aller beste waffe die es gibt- leider. er macht davon nu gebraucht., schade , das man ihn durchschaut hat)
@ananym,
wir diskutieren hier über die lage der arbeitslosen. es geht hauptsächlich um zwei relevanten fragen.
warum versucht die politik, die wirtschaft und co. uns die ursachen für die arbeitslosigkeit zu verscheigen?
-SCHEINURSACHEN: schlechte zähne, haare, kleider, mangl. ausbildung, wirtschaftskrise, usw.
wie können wir die gescheiterten strukturen verändern?
- SCHEINLÖSUNGEN: kurzzeitarbeit, zeitarbetsklaven, hartz armut, künstliche training, tv- show - nebelaktionenen usw.

ob du wahr haben willst oder nicht, in einer gesellschaft wird immer eine bevölkerungsteil (hatz armut, arbeiterklasse, bauer usw) geben, die eine rechnung für die reichen zahlen müssen
stell dir mal vor, es würde keine armen mehr geben. wer holt dir dein müll ab ? wer putzt die straßen, die fenster und co? wer repariert die autos? wer schaft in der landwirtschaft? wer arbeitet im bau? wer arbeitet in der spedition? wer arbeitet nachst (3 schicht) usw usw usw.

das sind fakten, die niemand abstreiten kann. was die hartz armut und arbeitslosen geld anbelangt. dieses geld fließ wieder zurück.z.b. 700 euro . - 350 miete, - 350 (strom, essen, tel. kleider,) = 00 Euro übrig. er/ sie gibt das geld wieder ab. genau gesagt an die reichen.

eine aufgabe für die medien oder für eine universität...:
lassen sie bitte die daten der akademiker in stuttgart geben. vergleichen sie bitte diese daten ganau.
das resultat kann ich ihnen sogar jetzt sagen:
von ca. 5000 - 6000 akademiker, die arbeitslos in stuttgart sind, mind.70% kommen aus einer kategorie( arbeiterkinder, bauernkinder, migrantenkinder).
und jetzt erklären sie mir mal bitte, dass hier kein zusammenhang zwischen arbeitslosigkeit und herkunf besteht!!!
mit anderen worten, selbst wenn die arbeiter, migranten, bauern- kindern studiert haben, ist der weg nach oben gesperrt. nur eine sehr kleine minderheit wird den sprung nach oben schaffen.
warum denn?
die bestehende reichturm strukturen lasse es nicht zu. nur durch vitamin b kommt man zu einem job.

zweite aufgabe: lassen sie die daten der mitarbeiter in der öffentlichen dienst, ministerien, landtag, verfassungschutz, lbbw, daimler, bosch, usw usw usw zuspielen und vergleichen sie dann genau.
sie werden feststellen bzw. einen dirketen zusammenhang zw. vitamin b ( mittelschicht, reichschicht ) und der position in der jeweiligen institution, finden.

eine letzte dritte aufgabe:
lass uns von der arbeitsolen akademiker in stug. einen test machen.
es sind 10 stellen ausgeschrieben
es werden ca. 1000 ( 100 bewerbung pro stelle) an die jeweilge institution geschickt.
70 % der bewerbnungen kommen aus der hartz iv und arbeitslosen akademiker und
und 30 % haben die uni gerade abgeschlossen, jedoch die gehören zur mittelschicht, reichschicht)
das resulat kann ich ihnen sogar jetzt sagen:
95% der stellen werden von dieser 30 % schicht besetzt.

lassen sie die aufgaben durch eine unabhängige institution überpüfen.

das wird ein SKANDAL ERGEBNISS werden!!!

machen sie das bitte, bitte, bitte!!!
der Doktor
am 06.01.2010 / 16:40 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
scheinmauer ist nur noch krank.... GUTE BESSERUNG
Scheinmauer
am 06.01.2010 / 17:24 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@der Doktor, = orthograf = anonym
die wahrheit tut dir weh. griefst du mich wieder persönlich an, um vom thema abzulenken.
das kauft dir keiner ab!
Kummerkasten
am 06.01.2010 / 21:26 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@anonym
Sag mal, was soll eigentlich so ein unrealistisches YES WE CAN - Gefasel (??!!) :
########
......Und in den meisten Fällen ist die Ursache von Versagen leider nicht Hochbegabung, sondern leider schlichtweg Inkompetenz.
Im übrigen: Mit Jammerei hat noch niemand etwas erreicht.
Jammerei und Selbstmitleid sind nur eine armselige Ausflucht vor der Realität.
.....Wer - wie Du - glaubt, dass arm immer arm bleibe, nun, der sollte sich fragen, ob er an seinem Zustand nicht selbst eine erhebliche Mitschuld trägt....

UND WEITER:

....Das ewige Gejammer und Gemaule von Leuten, die offenbar den Hintern nicht hochbekommen und anderen die Früchte ihrer Arbeit neiden, kennt in diesem Land offenbar keine Grenzen......

#######
Hier dürften wohl Deine Vorstellungen, von einer so wunderbar rosaroten Welt in der alles möglich ist und wo einem der Erfolg mal eben so - nur durch persönlichen Fleiß - in den Schoß fällt; mit der harten Realität kollidieren !!!!
Oh, welch wunderschönes Märchenland wäre dann diese Welt !!

Denn ob Du Erfolg hast oder nicht hängt immer auch von einer Unzahl äußerer Faktoren ab, auf die Du keinerlei Einfluss hast !!
Daher sind auch Motivationskurse und deren Motivations-Gurus irgendwann schlichtweg aus der Mode gekommen. Kein Wunder, denn diese Klientel verspritzte eh sowieso nur Motivations-Opium an ein gebannt zuhörendes Publikum, um sich die eigenen Taschen mit dem Geld dieser Dummköpfe zu füllen !!!
Smiley veraergert
ELENA
am 07.01.2010 / 21:48 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Das sind alles meine Daten!!!
Hahahaha...
Türke
am 09.01.2010 / 14:07 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit hat mich auch erwischt. Mann sollte immer die Wahrheit sagen.
Meine deutschen Kollegen lügen, weil sie freundlich zu mir sein wollen. Absagen...
Es herrscht Misstrauen und Angst gegenüber der Nicht-Einheimischen.
Wenn es funkt, dann meistens eht es nur ums GELD. Privat bzw. Feundschaften sind eher die Seltenheit.
Also, wenn man die Arbeitslosigkeit verringen möchte, dann sollte man die Vorurteile abbauen.
Dann klappt es mit der Einstellung!

Beste Grüße
Optimist
am 09.01.2010 / 14:53 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Ich kann gut verstehen, daß der ein oder andere pessimistisch eingestellt ist. Wenn man die Zahlen und Fakten verfolgt - kein Wunder.
Trotzdem sollte man nicht aufgeben und voller Optimismus in die Zukunft blicken.
Auch wer arm ist, hat die Chance sich mit viel Fleiß und Einsatz hoch zu arbeiten.
Wenn auch die Schulbildung nicht optimal gelaufen ist, so gibt es immerhin noch die Möglichkeit der Weiterbildung (2. Bildungsweg). Und wenn man arbeitslos ist, fördert sogar die Agentur für Arbeit Weiterbildungen.
Der Staatssäckel hat halt ein großes Loch und ist fast leer und die Steuerentlastungen werden nur verlagert. Vorne wird zugeschüttet - und hinten wird ausgebuddelt. Das war aber schon immer so. Und als die goldenen Jahre waren, ist das niemandem aufgefallen.
Ich habe mir soeben vorgestellt, arbeitslos zu sein und keine Aussicht auf Arbeit zu haben. Trostlos!
Dennoch läßt einen der Deutsche Staat nicht verhungern. Die Wünsche müssen halt zurück geschraubt werden und man muss eben lernen zu sparen. Was hätten denn unsere Vorfahren nach den Kriegsjahren gemacht? Die hatten doch noch viel weniger Geld - aber der Zusammenhalt war mächtig. Da half einer dem anderen. Das hat die Gemeinschaft und die Gesellschaft gefördert. Und sie haben es mit viel Fleiß und Ehrgeiz, möglicherweise sogar mit allen Entbehrungen, wie Urlaub, tolles Auto, neue Mögel usw. usf., geschafft. Einfach großartig.
Die schöne ELENA! Ja, das wird unsere Daten nach und nach freigeben. Angeblich haben da nur die Ämter und Authorisierten Zugriff. Ha, ha, ha - wie schnell gibt es die Datenspione.
Ja, das Internet hat uns im Griff - wir es auch????
Beste Grüße
Kummerkasten
am 10.01.2010 / 10:45 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Optimist

Was An Deinem Beitrag mächtig hinkt, ist der Bezug auf die Nachkriegszeit. Zum einen haben wir zur Zeit keinen Krieg mit seinen Folgen hinter uns gebracht ! Auch die Anmerkung, dasz in diesen Zeiten der Zusammenhalt wesentlich größer war, stimmt eben auch nicht. Daher kann man die heutigen Zeiten in keinster Weise auch nur mit den damaligen Zuständen in Bezug setzen.
Ganz im Gegenteil; in diesen Jahren galt eben - um den Preis des Überlebens - dass sich jeder selbst der Nächste war.
Was die Situation zusätzlich verschärfte waren die Massen der Vertriebenen aus dem Osten und der Mangel an Nahrungsmitteln, den die Menschen durch Hamsterfahrten ins Umland der Großstädte wenigstens erträglich machten.
Hierbei gab es auch keinen Zusammenhalt zwischen den Betroffenen und die Bauern im Umland nutzten die Not der Leute noch in teilweise unverschämter Weise zu ihrem eigenen Vorteil aus !!!
Dies war die Zeit vor der Währungsreform. Danach - nachdem also der Marshallplan fasste - war der Zusammenhalt nicht mehr ganz so wichtig und es begannen die sogenannten Wirtschaftswunderjahre der 50iger Jahre im Westen.
Es waren also wieder Zeiten angebrochen, in denen Jedermann - ganz individuell - nach seiner eigenen Fasson glücklich werden konnte.
ALLES NUR SCHEIN
am 10.01.2010 / 11:35 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@kummerkasten,
der optimist, versucht mit einer unzulässigen art und weise vom thema abzulenken. man könnte sagen, er arbeitet bei der agentur bzw. jobcenter. so positiv kann nicht mal die frau merkel sein, die fast
2o. 000 Euro im Monat verdient.
kein wort über die ungerechtigkeiten, scheinursachen, vitamin b stellen, diskriminierungen usw usw usw.
das sind klare indizien für gehirnwäsche!!!
anonym
am 10.01.2010 / 19:15 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@alles nur schein:
Ich finde den Kommentar vom Optimisten gut - wenigstens trieft sein Kommentar nicht so vor Selbstmitleid wie Deine Kommentare...
Übrigens, das mal als Denkanstoss:
EUR 20.000,- fuer die Position des Kanzlers ist ein ausserordentlich geringes Gehalt. In Konzernen wie Siemens oder Unilever kann bereits ein Abteilungsleiter mit einer gewissen Verantwortung erheblich mehr verdienen, ebenso wie übrigens auch der selbständige Zahnarzt oder Radiologe Deines Vertrauens.
Das Problem der Bezahlung der politischen Entscheidungsträger liegt eben auch viel weniger in dem höheren monatlichen Gehalt, sondern vielmehr in den enormen Dauerversorgungsansprüchen, die diese Leute bei selbst nur geringer Dienstzeit erwerben. DA müsste man ansetzen.
Der Kanzler kann von mir aus mtl. EUR 100.000,- verdienen, wäre immer noch deutlich geringer als das Gehalt mancher Konzernchefs - alle, die sich über vermeintlich zu hohe Gehälter in der Politik beklagen, sollten mal fragen, aus welcher Motivation heraus sich Politiker diesen Beruf aussuchen...
Die hohe Bezahlung kann es kaum sein, denn in der freien Wirtschaft werden erheblich höhere Gehälter gezahlt - weshalb auch nicht überrascht, dass alle Fachleute mit Verstand und Kenntnissen natürlich lieber in die Wirtschaft gehen, denn da müssen sie sich weder für ihr Privatleben noch ihr Einkommen vor Leuten wie Dir rechtfertigen...
In die Politik hingegen zieht es dann leider nur noch die dritte Wahl, die mit einem gewissen Machthunger ausgestattet ist und die es in der freien Wirtschaft nicht mal zum Abteilungsleiter bringen würde - und entspr. unprofessionell sieht ja auch unsere Politik aus.
Die Mitarbeiter der jurist. Fachabteilungen bswp. sind offengar nicht mehr in Lage, vernünftige Gesetze zu formulieren usw.
Optimist
am 10.01.2010 / 19:30 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Kummerkasten,
das ist richtig. Wir haben hier keine Nachkriegszeit - aber sehr viel Armut. Und was folgt auf Armut? Natürlich die Hungersnot!
Mag sein, dass Du oder auch Deine Vorfahren mit den Bauern negative Erfahrungen gemacht haben - ich bezweifle, dass die Bauern die notdürftigen Menschen ausgenommen haben!!! Das halte ich ein Gerücht Deinerseits.

@Alles nur Schein,
wenn ich Dich beruhigen kann - ich bin weder bei der Agentur für Arbeit noch bei einem Jobcenter angestellt!

Was mich ankotzt ist Eure negative Haltung. Nur Jammern bringt Euch nicht weiter. Bringt Euch endlich in die Gänge!

Beste Grüße
Nick
am 10.01.2010 / 19:49 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@anonym
ich denke, dass Alles Nur Schein die Probleme in der Politik und Wirtschaft kurz und bündig sehr gut getroffen hat. Jemandem, der die Probleme treffend darstellt, als vor Selbstmitleid triefend zu bezeichnen, ist völlig unangebracht. Um Lösungsansätze für bestehende Probleme finden zu können, müssen diese offen angesprochen werden und dürfen nicht unter den Teppich gekehrt werden.
Vielleicht noch am Rande: Dass sich in der Wirtschaft lauter Fachleute mit Verstand und Kenntnissen befinden, möchte ich hier auch vehement in Frage stellen. Insbesondere im höheren Management befinden sich sehr viele unfähige Individuen, die sich hinter einer Mauer der organisierten Ineffizienz verstecken.
Wir haben dies jetzt in den letzten Monaten anhand von Unmengen von Beispielen verfolgen können:
1. Unfähige Manager fahren ganze Unternehmen aufgrund unterschiedlicher Fehlplanungen gegen die Wand.
2. Unfähige Bankmanager & Investmentbanker fahren ganze Volkswirtschaften gegen die Wand mit all den schrecklichen Folgen für die normalen Arbeitnehmer und Bürger.

Es gibt natürliche auch positive Ansätze, wie z.B. Selbständige, die Ihr Know-how, Ihre Kreativität und Tatenkraft einbringen, um neue innovative Wirtschaftszweige aufzubaeuen, in denen Arbeitnehmer auf eine menschenwürdie Art und Weise beschäftigt werden können.

Aber das Negative überwiegt im Augenblick die positiven Ansätze und daran kann sich nur etwas ändern, wenn dies von allen erkannt wird, damit man adäquate Gegenmaßnahmen ergreifen kann.

Nick




alles nur schein
am 11.01.2010 / 12:38 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@nick, sie haben ganz genau meine absichten dargestellt. ich nenne die probleme und will das diese gelöst werden. mehr nicht.
was @optimist hier mit mir anstellt, ist nichts anderes als mich persönlich anzugreifen. er geht auf die problem gar nicht ein. (eine diskussion mit ihn ist nicht möglich!)
wir sagen:
- die agentur und jobcenter sind aufgrund der 4 mil. arbeitslose und 7 mil. hartz armut gescheitert. sie vermitteln kaum, sind unkompetent...
- die zeitarbeitsfirmen versklaven die menschen mit hilfe der politik und der wirtschaft
- die wirtschaft anstatt absolventen einzustellen, besetzen sie die stellen nur mit billigen praktiknaten- generation praktikum. für nachschub ist immer gezorgt!!
- es gibt diskriminierung. eine unabhängige inst. soll das überprüfen, wenn jd das gegenteil behauptet. hast du keine beziehungen (vitamin b), hast du einen falschen namen, kommst du aus einem anderen region, dann ist die absage wie amin in der kirche.
- immer werden die scheinursachen, krise, schlechte zähne, haare, kleider, mangl. ausbildung .. für die absagen gennant. die wahren gründe sind aber: angst, falsche namen, keine vitamin b , gehört nicht zum klan, bebehaltung des status quo, usw...
- anstatt die probleme zu lösen greift man die schwachen an, damit sie ihren kopf gar nicht mehr hoch kriegen, ihr wollt nicht arbeiten, ihr seid faul, habt schlechte haare, zähne, kleider. praktisch ihre persönlichkeit wird auseinandergenommen, damit sie bloß nicht auf die straßen gehen können.
stellen sie mal vor 7mil hartz iv und 4 mil. arbeitslose sind 11 mil. menschen, wenn nur 5 mil. auf die straßen gegen würden, dann würde ganz anderes aussehen. wie damals als in europa die könige und adlige an ihren schlösser gut gehen ließen., nur unter zwang haben sie ihre ungerechte stellung aufgegeben.
warum soviel ungerechtigkeiten?
in eine familie arbeite 3 personen und mehr und in einer fam. nicht mal einer. eine teil der bevölkerung bekommt sofort eine anstellung, die anderen nicht. die einen haben einen schönes leben, die anderen müssen frieren, weil sie kein geld für die heizung der soz. wohnung haben.
- die gewerkschaften sind auch nicht die was sie früher waren, entweder sind die gakauft worden oder sie sind nicht mehr kompetent. soviel ungerechtigekiten und passiert nichts.
--- die stellen müssen representativ aufgeteilt werden, es kann nicht sein, dass nur müller und schummacher (vItamin b) die top stellen besetzen. es kann nicht sein, dass ein abteilungsleiter immer einer von dieser vitamin b typen ist.
z.b. in stuttgart sind ca. 50 % keine schwaben ( 25% deutsche, aus der umgebung und 25% migrantenfam.)
jetzt vergleichen sie die zahl der arbeitslosen akademiker in stuttgart ca. 5000 : darunter bin ich mich sicher, dass 70- 80 % sind arbeiterkinder, bauernkinder und migrantenkinder)
vergleichen sie die stellen in der öffentlichen dienst, ministerien, verfassungschutz, landtag, schulen, und zig institutionen.
sie werden feststellen, dass diese o.g. gruppe (bauer, arbeiter, migrante mit akad. ausb.) unterrepräsentiert ist. ist das gerecht? LEBEN WIR IM KÖNIGREICH? nur adlige und vitamin b leute sollen die beste positionen erhalten?
warum verscheigen sie die tatsachen? warum verfälscht man die statistiken? warum lenkt man vom thema ab? warum will man keine lösungen finden?
ES GEHT UM MACHT.
NIEMAND GIBT SEINE STELLUNG OHNE ZWANG! die geschichte hat uns das seit 1000 jahren bestätigt. und wer kann diese veränderungen bzw. tiefgreifende reformen durchführen?
die politiker, die wirtschaftsbosse, die lobbyisten,
NEIN; NEIN; NEIN;
wer verzichtet gerne auf seine privillegien? NIEMAND!!!

also, nur eine unabhängige expertenteam, mit moral und sinn und herz für gerechtigkeit kann die reformen durcharbeiten bis in die kleine details. (+ evaluierung) es muss auch eine istitution gegründet werden, die ungerechtigkeiten auf dem arbeitsmarkt aufspürt und bekämpft)
die parteien müssen dann diese ohne wenn und aber akzeptieren. es sind die experten des landes und nicht der parteien und loobyisten!!!
erst dann kann die gerechtigkeit siegen und sie werden sehen, dass die arbeitslosigkeit
rapid abnehmen wird.
herzl. grüße



Nick
am 11.01.2010 / 19:11 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@alles nur schein
das Meiste, was Du schreibst, trifft sicherlich zu und die Idee mit dem unabhängigen Expertenteam finde ich auch wunderbar. Nur, wo finden wir diese wundervollen, unbestechlichen Menschen mit Moral, Verstand, Intelligenz, Empathie, Integrität und Herz für Gerechtigkeit bzw. wer bestimmt, wer in so ein Expertenteam kommt?

Wie kann man dieses kleine Problem lösen?

Beste Grüße
Nick
Kummerkasten
am 11.01.2010 / 19:28 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Optimist

So; Du glaubst also nicht, dasz die Bauern die Vertriebenen und Bedürftigen, in den Nachkriegsjahren auf die übelste Weise ausgenommen haben ??!! Die Bauern haben sich teilweise an den hungernden Städtern ganz kräftig gesund gestossen. Ein Diamantring für ein paar faulige Kartoffeln oder ein Perserteppich für eine Wurst - so waren die gängigen Tauschkurse. Oder, dasz die Bauern, kaum dasz ein Vertriebenentransport am Bahnhof angekommen war, sich - wie auf einem Sklavenmarkt - geeignete Arbeitskräfte gesucht haben!! Der Grund dafür, war die Tatsache, dasz sie ihre Fremdarbeiter ja gehen lassen mussten, mit denen die Nazis sie bedacht hatten. Als Ersatz sollten jetzt die eigenen Landsleute aus den deutschen Ostgebieten herhalten !!

Deine bedauernswerte Unwissenheit in Deutscher Geschichte, die Du hier zur Schau trägst, wäre sicherlich am Sonntag, dem 10.01.; um 23:40 Uhr in der Sendung ZDF-HISTORY: Kalte Heimat - Vertriebene in Deutschland erleuchtet worden !!!
Kann ja sein, dasz Du nicht alles glaubst ! Aber wenn Du schon überhaupt nichts weiszt, dann solltest Du diesen Umstand nicht noch laut betonen !!!
Smiley veraergert
alles nur schein
am 12.01.2010 / 21:42 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@nick,
die bildung eines unabhängigen expertenteams sehe ich auch als problematisch, denn man sagt nicht um sonst, jeder mensch hat seinen preis . mit anderen worten, die experten sollen viel geld verdien, dass sie nicht auf die köder reinfallen, und es muss sehr streng kontrolliert ( fast absolute transparent, sodass jeder bürger jederzeit das geschehen verfolgen kann) werden.
bin ich mir sicher, dass wir genügend experten haben, die unbelastet, sauber, mit moral und herz für gerechtigkeit kämpfen. doch, dass heißt nicht, dass diese mit der zeit von der gerechtigkeitsprinzipien abweichen und dann sind wir wieder beim schein, täuschung, ablenkung.
diese expertenteam soll total finanziell, politisch und ökonomisch FREI und UNABÄNGIG sein. dann müssen die MEDIEN verpflichet sein, die forschungen, konzepte, ungerechtigekiten, make up tricks, ablenkung usw. in bester sende zeit zu senden.
nur unter zwang von allen seiten wird die gerechtigkeit gewinnen.

alles nur schein
am 13.01.2010 / 11:45 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
ganz zum schluss noch etwas:

menschen an sich sind egoisten. ich hätte auch mit händen und füßen gekämpft, wenn mir jd meine privillegien abnehmen würde. diese privilligierte klans, die heute uns beherrschen wären die dummsten, wenn sie freiwilig ihr sehr gute stellung in der gesell. abgeben würden.
das ist eine reine illusion, wenn man darauf wartet.
was ist dann zu tun?
der stärke setzt sich durch. das heißt nicht, dass eine lebt und der andere (schwache) stirbt. sondern, dass eine sehr gut lebt und der andere sehr schlecht lebt. so wie heute der fall ist.
ich bin fest davon überzeugt, dass nur unter zwang, die mauer der vitamin b durchbrohen werden können. eine gerechtigkeit kann es niemals geben, wenn eine gruppe überrespräsentiert ist und die anderen unterrepräsentiert sind. DAS SIND SKANDALE OHNE ENDE! ÜBERPRÜFEN SIE SELBST!!!
ob diese zwang bald kommen wird, wage ich zu bezweifeln, denn diese vitamin b klans sind so intellegent und rafiniert, dass die gefahren mit besten tricks gebannt werden.
eine moralisches vorgehen von einem expertenteam ist zwar eine überlegung wert, aber ihre umsetzung
ist von der politik u. zum teil von der wirtschaft abhängig.
und dann sind wir wieder beim thema, warum sollen die politiker und co auf ihre bestehenden privillegien freiwillig verzichten? unrealistisch?
sie sehen, dass nicht nur ein mauer zu brechen ist, sondern ein komplex von mauer. und wenn diese mauer voneinander abhängig sind ( eine hand wäscht die andere) dann können die gerechtigkeitsprinzipien nie die mauer brechen. die folge mit paar ablenkungen und täuschungen wird dann weiter wie bisher gemacht!

herz. grüße!!!
Nick
am 13.01.2010 / 18:22 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@alles nur schein:
Nun, Du hast selbst die Problematik mit der Umsetzung Deines Lösungsansatzes sehr gut beschrieben. Dem möchte ich nichts hinzufügen.

Ich finde, Du beschreibst den Zustand der Gesellschaft in einfachen Worten sehr treffend.

Dennoch bin ich sehr zuversichtlich, dass man mit einer Kombination von Intelligenz und Menschlichkeit gegen, man möge mir jetzt meine Ausdrucksweise entschuldigen, die Hyänen und Ratten unserer Gesellschaft erfolgreich ankämpfen kann, um eine humanere und gerechtere Welt zu schaffen.
Nur muss sich hierzu insbesondere in der deutschen Gesellschaft ein stärkerer Zusammenhalt und stärkeres Miteinanander bilden, die tradionell stark ausgeprägte Obrigkeitshörigkeit in dieser Gesellschaft müsste beseitigt werde und den Menschen müsste schlussendlich klargemacht werden, dass Empathie für die Situation anderer Menschen ein wertvoller Charakterzug ist, der letztendlich dem Erhalt und dem Fortschritt einer ganzen Gesellschaft zugute kommen wird.

Nich alles ist völlig trostlos, denn

Wenn ein Mahatma Ghandi das ganze British Empire damals herausforderte und Indien von diesen Parasiten befreite

und

wenn ein Barack Obama in einem Land, in dem Farbige immer noch auf brutale und schändliche Art und Weise diskriminiert werden, Präsident werden konnte,

dann kann man gerade in unserer Welt und unserer Zeit mit Fokus, Fleiß, Intelligenz und konstruktiver Kooperation das unmögliche möglich machen.

Beste Grüße

Nick





nur noch genervt
am 13.01.2010 / 18:47 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
...ein hoffentlich ! schönes Schlußwort und das Ende des Schreibwettbewerbes in dieser Rubrik...
Nick
am 13.01.2010 / 19:07 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@nur noch genervt
hahaha...danke, aber ob dieser Schreibwettbewerb beendet ist oder nicht, bestimmst nicht Du oder ich, sondern die User dieses Forums. Eigentlich finde ich es schön, dass sich Menschen in diesen Foren ungezwungen austauschen können. Vielleicht eine Empfehlung am Rande: Wenn Du Dich von dem Informationsaustausch genervt fühlst, haben sicherlich alle vollstest Verständnis für Dich, aber dann tue Dir doch etwas Gutes und ignoriere einfach diese Beiträge. Es gibt ja genügend andere Webseiten mit denen Du Dich beschäftigen könntest.
Optimist
am 13.01.2010 / 23:45 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Kummerkasten,
glaub mir, ich weiß mehr, als Du glaubst. Und wie es immer so ist, wird manches sehr stark übertrieben, oftmals gelogen oder aber auch mit anderen Augen gesehen.
Man sollte sich an den Kommentaren von Nick und Alles nur Schein ein Beispiel nehmen. Die schreiben sachlich und korrekt, haben wunderbare Ideen - und vor allem Jammern die nicht!
Optimist
am 13.01.2010 / 23:49 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Nachtrag
@Kummerkasten
am Sonntag um 23.40 Uhr habe ich bereits geschlafen. Ich arbeite ja auch schließlich - und Du?
Kummerkasten
am 14.01.2010 / 20:50 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Optimist

Ich glaube nicht, dasz an den History-Beiträgen irgendetwas übertrieben wurde, da derart schlechte Erfahrungen selbst in meiner weitläufigen Verwandtschaft gemacht wurden.
Dazu gehören nun einmal auch solche abstrusen Dinge, wie gefälschtes Penizillin vom Schwarzmarkt - das in Wahrheit Zitronensäure ( zum Glück kein Rattengift !) war !

Für derart späte Sendungen, gibt es ja auch noch den Video- bzw. Festplatten-Recorder !!!!!!

Smiley veraergert
Optimist
am 14.01.2010 / 23:14 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Lieber Kummerkasten,
nach der Schreibweise zu urteilen, nehme ich an, dass diese Vorfälle nicht in Deutschland geschehen sind.
Ich muß zugeben, dass ich mich für derartige Filme wenig interessiere.
Und wenn Sie schon den Stand der Bauern durch den Dreck ziehen, dann können wir doch mit Holocaust weiter machen. Da wurden nicht nur Menschen ausgebeutet, sondern massenhaft gequält und getötet.
Das läßt darauf schließen, dass der Mensch zu vielen Greueltaten fähig ist.
Eine Frage hätte ich: Welchem Staat gehören Sie an?
MfG
Happy
am 15.01.2010 / 13:55 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Kummerkasten,
die ganzen Beispiele sind meiner Meinung nach weit her geholt und entsprechen nicht wirklich der Situation, in der wir uns momentan befinden.
Sie lenken vom eigentlichen Thema ab. Das Thema heißt: Die Arbeitslosigkeit
Natürlich sind die einzelnen Fallkonstellationen sehr wichtig, vor allem, wie es und was zur Arbeitslosigkeit geführt hat.
Ebenso sind Vorschläge zu erbringen, wie die Sitiation geändert werden kann.
Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass keiner gerne arbeitslos ist, denn das macht sich in vielen Dingen bemerkbar, wie z. B. Stellung in der Gesellschaft, Gesundheit, Flexibilität, finanzielle Möglichkeiten etc.
Die Kommentare die Nick und Alles nur Schein gebracht haben, finde ich persönlich nicht nur gut, sondern auch hervorragend. Vor allem finde ich Nicks Art gut, die erhitzten Gemüter wieder etwas zu beruhigen.
@Danke Nick!
@Alles nur Schein,
Entschuldigung, mit mir kann man schon reden. Vermutlich war ich zu diesem Zeitpunkt nicht gut drauf.
Kummerkasten
am 17.01.2010 / 11:52 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Optimist

Eine derartige Geschichts-Blindheit wie Du hier zur Schau trägst, ist wirklich einzigartig !!! Oder gehörst Du vielleicht zur Fraktion, für die nichts existiert, was sie nicht weiß ???

Diese Fälle sind tatsächlich hier in Deutschland geschehen und nicht irgendwo am KONGO wie DU vielleicht meinst !!! Ich habe wirklich selten derart DUMME Widersprüche wie von Dir gehört !!

-- Restliche Äußerung vom Admin entfernt, da unsachlich und beleidigend--
Anmerkung der JobRobot-Redaktion:
Wir verstehen, daß es zuweilen bei manchen Themen etwas hitziger werden kann.
Aber auch wenn es leider inzwischen in vielen Internetforen üblich geworden ist, daß die Diskussionsteilnehmer ausfallend werden:
Bitte bleiben Sie sachlich.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Smiley Lachen
Nick
am 17.01.2010 / 17:03 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Kummerkasten,
worauf möchtest Du eigentlich hinaus? Deine Anmerkungen zur deutschen Geschichte sind sicherlich interessant, aber was haben diese mit dem Thema Arbeitslosigkeit zutun? Kannst Du hier kurz den Zusammenhang erläutern bzw. darstellen? Danke.
arbeitgeber
am 17.01.2010 / 17:45 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
nein Nick bitte nicht wieder eine Aufforderung an Kummerkasten... Smiley Lachen
Kummerkasten
am 17.01.2010 / 19:37 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Nick

Lies den Thread, dann weißt Du es !!!

Smiley veraergert

Nick
am 17.01.2010 / 20:02 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Kummerkasten
tut mir leid, ich müßte mich auf Spekulationen einlassen, um Deine mir etwas diffus erscheinenden Gedankengänge zu interpretieren und mit VeIaub ich habe keine Lust den ganzen Thread zu analysieren, um zu vermuten, worauf Du eigentlich hinaus möchtest. Ich nehme an, Du möchtest etwas Konkretes aussagen zum Thema Arbeitslosigkeit und führst deswegen auch parallelen zur deutschen Geschichte auf. Fasse doch einfach in einigen kurzen Sätze die Zusammenhänge zusammen, damit man nachvollziehen kann, was Du überhaupt meinst.
Kummerkasten
am 17.01.2010 / 20:46 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Nick

Tja, dann tut es mir auch leid für Dich, denn ich spiele hier nicht den Nachhilfelehrer für Jemand, der keine Lust hat nochmal nachzulesen.
Aber vielleicht hättest Du Dir mal die Beiträge von Optimist anschauen sollen. Er zog hier - in einem seiner Beiträge - ziemlich seltsame und auch von der geschichtlichen Seite her, wirklichkeitsfremde Parallelen der heutigen Situation zur Nachkriegssituation in Deutschland. Dadurch ist der gesamte Thread auch etwas OT geworden.

Smiley veraergert
Nick
am 17.01.2010 / 21:22 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Kummerkasten
Nun, was ich an Deiner Kommunikation mit Optimist erkenne, ist, dass Du unnoetig
sehr beleidigend wirst, was voellig nutzlos und inakzeptabel ist.
Vielleicht solltest Du erwaegen, ob
Du nicht vielleicht fuer die Zukunft Deine Umgangsformen verbessern moechtest.
Es gibt da sicherlich fuer diesen Zweck sehr gute Kurse und Nachhilfelehrer.

Beste Gruesse

Nick

Happy
am 20.01.2010 / 16:21 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Nick,
ich muß Dir zustimmen. Kummerkasten ist aggressiv und beleidigend. Und ich will keinesfalls mit ihm kommunizieren bzw. auf seine Kommentare eingehen.
Ich bezweifle, daß er Deine Tipps bezüglich Kurse und Nachhilfelehrer annimmt.
@Kummerkasten,
ich bitte Dich, Deine beleidigenden und aggressiven Kommentare erheblich einzuschränken bzw. zu unterlassen.
Gruß,
Happy
Kummerkasten
am 20.01.2010 / 20:54 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Happy ; @Nick

Ich frage mich wirklich, wo hier agressive oder beleidigende Kommentare verfasst wurden !!?? Es wurden nur ganz offensichtlich falsche Darstellungen und Vorstellungen korrigiert !
Die Tipps bezüglich Kurse und Nachhilfelehrer für Kommunikation benötigen hier ganz Andere, deren Art und Weise der Argumentation sich auf dem Niveau einer Schlaftablette bewegt und Diejenigen, die hier ständig versuchten ihr kindlich, einfaches Bild einer, für Jedermann gerechten Welt hochzuhalten!!!

Desweiteren auch die, die jedes Argument - sei es noch so richtig - anzweifeln, nur um, auf Biegen und Brechen, das letzte Wort zu haben !!

Na ja, das nächste Mal werfe ich mit rosa Wattebällchen.....Smiley veraergert
Nick
am 21.01.2010 / 18:48 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Kummerkasten,

na na, ich hoffe Du meinst jetzt nicht mich, wenn Du schreibst:

,,...deren Art und Weise der Argumentation sich auf dem Niveau einer Schlaftablette bewegt und Diejenigen, die hier ständig versuchten ihr kindlich, einfaches Bild einer, für Jedermann gerechten Welt hochzuhalten!!!


...Wenn hier tatsächlich der Eindruck entstanden sein sollte, ich hätte in meinen Beiträgen angedeutet, die Welt sei für jedermann gerecht, dann habe ich in meinen Beiträgen zur Arbeitslosigkeit meine Gedanken/Inhalte überhaupt nicht rübergebracht & damit meine eigentliche Intention, nämlich die ausgeprägten Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft scharf zu kritisieren, völlig verfehlt.

Armut ist tod
am 30.01.2010 / 11:18 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Schwarz ist der Arbeitslose, weiß ist der Reiche!

Mit Medienkampagne wird eine perfekte Inszenierung seit 30 Jahren durchgeführt .

DIE ARMUT IST TOD!!! DIE GIBT ES NICHT!!!
make up
am 14.02.2010 / 11:54 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
es is ein verbrechen, wenn die medien und die politiker immer die schwachen angreifen.
es ist ein verbrechen, wenn unzulässige reportagen mi 3-4 hartz IV - betrunkener gemacht werden, denn das ist nicht repräsentativ.
es ist ein verbrechen, wenn die wahren fakten verbergt werden.
es ist ein verbrechen, wenn die seriösen politiker und co. immer wieder lächeln...
armut von armut
am 08.03.2010 / 10:05 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
armut von armut. meine mutter heißt IV, mein vater hießt hartz.
mit hartz iv grüßen,
armut von armut
anonym
am 15.05.2010 / 13:58 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
es ist ein Verbrechen, das viele nur noch jammern und fordern köönen, aber selbst nix leisten wollen.

Was hält denn die meisten davon ab Unternehmer zu werden? Zu den Ausbeutern zu wechseln?

@Nick....

Ich glaube, das wir heute eine gerechtere Gesellschaft haben, als die letzten paar tausend Jahre. Irgendwie schleicht sich bei mir nur der Gedanke ein, das je gerechter die Gesellschaft wird und je mehr Rechte jeder einzelne hat, desto unzufriedener werden viele...warum auch immer.

Wir können uns heute bilden, wie wir wollen, wir können reisen, wie wir wollen, wir können heute unseren Wohnsitz bestimmen und frei eine Arbeit wählen und wir können in Foren folgenlos allen möglichen Unsinn daherschreiben. Alles Dinge, die vor nicht allzu langer Zeit nicht möglich waren. Und doch gibt es immer mehr Geschrei. Ich kann es nicht mehr hören und es ist gerade die ständige Klage, die mir diese Gesellschaft entfremdet.
Nick
am 16.05.2010 / 17:18 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Anonym

Es kann sicherlich kein Verbrechen sein, wenn Menschen gegen bestimmte faktisch existierende Missstände
protestieren. Es ist nicht nur beleidigend, sondern wie ich denke eine Unverschämtheit, Menschen, die aufgrund dieser Missstände vielleicht im Augenblick arbeitslos sind, zu unterstellen, sie wären faul und wollten nichts leisten.

Natürlich ist die heutige Welt aufgrund vieler technischer, sozialer und rechtlicher Fortschritte wesentlich gerechter und besser als während des beispielsweise Mittelalters. Dies ist jedoch keine Rechtfertigung, die Ungleichgewichte und Menschen ausgrenzenden Ungerechtigkeiten unserer heutigen Gesellschaft nicht zu kritisieren. Die Methoden, wie Menschen heute ausgegrenzt werden, sind wesentlich subtiler als zu Zeiten des Mittelalters, deswegen ist es so wichtig, dass man sich die unterschiedlichen Probleme und teilweise komplexen Zusammenhänge genauer anschaut, um adäquate Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
Es ist sicherlich manchmal schmerzlich, sich mit Problemen auseinanderzusetzen. Manchmal fühlt es sich einfacher an, wenn man Probleme einfach ignoriert, nach dem Motto: solange es mir gut geht, ist es mir egal wie schlecht es meinem Nachbarn geht. Der Nachbar ist an seiner Misere sicherlich selbst schuld.

Nur kann so eine Einstellung sehr bitter enden. In diesem Zusammenhang möchte ich ein Zitat von Pater Martin Niemöller bringen, das sich allerdings auf die Nazi-Zeit bezieht, jedoch sehr treffend ist, wenn es darum geht, zu beschreiben, wohin Gleichgültigkeit und Ignoranz führen können:

Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.


Nick
anonym
am 19.06.2010 / 10:28 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Ich verfolge schon eine ganze weile die Diskussionen hier im Forum. Einigen kann man ja zu stimmen, aber nur einigen. Ich will daher mal meine Erfahrung erzählen, um einigen auch wieder mut zu machen.
Also ich wurde im Januar nach 17 Jahren, die ich in der Firma gearbeitet habe, entlassen (Insolvenz der Firma).
Ich bin nun schon 40 Jahre alt oder jung? Habe demzufolge auch Berufserfahrung und trotzdem musste ich fast 50 Bewerbungen seit Januar schreiben, aber meine Hartnäckigkeit wieder arbeiten gehen zu können hat sich jetzt ausgezahlt, ich habe nun wieder einen Job. Verdiene sogar fast wieder dasselbe, wie vorher (50,- weniger), dies kann, man aber verschmerzen.
Was ich damit sagen will, man soll sich nicht so schnell aufgeben, wenn man dies tut, hat man schon verloren. Es hilft nur eins bewerben und noch mal bewerben.

Viel Glück an die, die sich nicht aufgeben,

MvG
Kummerkasten
am 19.06.2010 / 20:15 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@Nick

Die heutige Gesellschaft ist sicherlich wesentlich gerechter als die Welt des Mittelalters. Jedoch beanspruchen einige Individuen dieser gerechten Gesellschaft, dasz sie noch gerechter als die Anderen behandelt werden. Somit entsteht doch wieder eine Ungerechtigkeit.
Siehe die heutigen diversen Interessenverbaende der Arbeitgeber, die Parteien und schlieszlich auch ein extrem ausgepraegter Lobbyismus der in unverschaemtester Weise auf die Politik in Deutschland Einfluss nimmt.
Bestes aktuelles Beispiel ist sicherlich der Coup, den sich das Gaststaetten- und Hotelerie-Gewerbe mit dem Steuersatz geleistet hat!
Der Pater Martin Niemöller war jedoch auch ein Opfer der damals gueltigen Politik des Vatikans, die sich auf keinen Fall in die damals herrschenden Verhaeltnisse einmischen wollte und lieber den Kopf in den Sand steckte, als eine klare Position gegen die Nazis zu beziehen.
Jocker
am 24.06.2010 / 19:55 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Empathie ist der Schlüssel zum Erfolg!!!
Chris
am 25.06.2010 / 14:13 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Was ist die tatsächliche Ursache der Arbeitslosigkeit?

Dem Menschen geht die Arbeit aus. Die Hauptursache ist der technische Fortschritt.
Er brachte uns einen gigantischen Segen, z.B in der Lebenserwartung, etc...
Aber allein in Berlin sind in den 90er Jahren über 200000 Industrie jobs durch Automation und Rationalisierung weggefallen.
Es entstanden neue Dienstleistung jobs, die jedoch nicht jeden job Verlust kompensieren konnten und können.

Zum Staat: Er kann nicht wahllos durch irgendwelche Programme Menschen zu tausenden dauerhaft neu einstellen.
All die Menschen die beim Staat beschäftigt sind, wollen später eine Rente haben, für die sie selbst(Beamte) keinen Beitrag leisten.
Die Pensionslast kann der Staat schon heute nicht mehr bezahlen.

Ich selbst bin knapp über 40 Jahre alt, habe eine FH-Diplom und zwei erlernte Berufe(techn. und kaufm.).
Bin zig fach zertifiziert. Mit über 12 Jahre Erfahrung in der IT Branche habe ich trotzdem derzeit ein massives Problem eine Festanstellung zu finden.
Meine Erfahrung ist es, dass Firmen lieber die Position nicht besetzen, wenn sie nicht den 100% Kandidaten finden.
Hier müsste was getan werden.

Es gibt im Forum genug Beispiele, die Betroffene sind oder sich fragen:
Was passiert wenn ich über 40 Jahre alt bin, bzw. 50, und mein Unternehmen, bei dem ich angestellt bin geht pleite.
Kann es sein, dass dieses Risiko eines Arbeiters oder Angestellten immer mehr heißt:
Hartz4 vom 50 bis zum 67 Lebensjahr?

Hier sind Unternehmen, Staat, wir die Gesellschaft massiv gefordert dem entgegenzuwirken.

Wie kann deshalb die Wirtschaftsordung/Wirtschaftspolitik für die Zukunft aussehen?
toll
am 13.07.2010 / 22:39 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
fdp verlangt gleiches geld für die gleiche arbeit für die sog zeitarbeiter!?!?!
toll
am 14.07.2010 / 20:54 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
wer viel hat, will mehr. in diesem sinn viel spaß!!!
Orange von Baron
am 09.01.2011 / 14:58 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Deutschland geht mit einem solchen Vorsprung aus der globalen Krise hervor, dass bereits von einem neuen deutschen Jobwunder die Rede ist. Wird dieser Vorsprung genutzt, ist in den kommenden Jahren sogar wieder Vollbeschäftigung möglich - mit einer Arbeitslosenquote unter vier Prozent.
http://www.sueddeutsche.de/karriere/die-zukunft-der-arbeit-arbeitnehmer-wappnet-euch-1.1043554
Amera
am 11.01.2011 / 21:15 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Das sind nur Wahlversprechen, die mit der Realität auf der Straße nicht zu tun haben. Gegen Pr- Aktionen ist die Bevölkerung einfach schutzlos ausgeliefert.
Die Armen werden nur ausgelacht!
Schmaltier
am 14.02.2011 / 17:32 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Hallo,
ich weiß langsam nicht, mehr was ich tun soll-die Sitten bei den Firmen sind völlig dahin. Ich wollt emich auf eine Stellenausschreibung bewerben, die laut Anzeige morgen endet. Als ich anrief, um zu fragen wohin ich die Bewerbung schicken soll, erhielt ich zur Antwort, sie sei bereits besetzt. Warum setzt jemand eine Stellenanzeige mit Bewerbungsfrist in die Zeitung, wenn er sichnicht daran hält?
arbeitsplätze für alle
am 25.03.2011 / 10:25 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
eine stelle wird offiziell veröffentlicht, aber in der realität ist sie schon längst vergeben. alles vitamin b stellen. da hast du überhaupt keine chance was zu machen.
selbst wenn eine parteie die wahlen gewinnt, dann kann sie einen kampf mit zwei löwen, also medien und wirtschaft nie und niemer leisten.
die letzten würden so wirkungsvolle pr-aktionen starten, sodass die bevölkerung blind eine favorisierte partei wählt.
die größte gefahr für die demokratie sind die pr-säulen, die an der hand der illegalen besitzer des blut geldes sind.
wenn der staat nicht die bevölkerung schützt, wer soll dann die bevölkerung schützen?
interessengruppen, vitamin b clans, party-bosse, wein-könige...
EIN UMDENKEN IST DRINGEND ERFORDERLICH!!!

p.s.
demokratie heißt propotionale repräsentation aller menschen in allen ebenen und somit die verteilung der macht (geld, reichtum). ist diese macht nur in der hand von eine kleineren gruppe, dann haben wir eine art moderne pseudodemokratie mit unterstützung der pr-profis!!!
KEINE PR MEHR
am 19.04.2014 / 15:52 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Wie ungerecht die Verteilung der Arbeitsplätze im Land ist, zeigen die Statistiken. Nur ein einziges Beispiel für die sog. Ironie Wort des Jahrhundert: INTEGRATION VON MINDERHEITEN
Alleine in Stuttgart leben bis 25% Minderheiten. Müssen, sollen die Minderheiten integriert werden, dann wären bei der Verteilung der Arbeitsplätze berücksichtigt worden.
Allein in Stuttgart, gibt es mehr als 1500 Akademiker (unterschiedliche Studiengänge), die hier an der Uni Stg. studiert haben und erhalten keinen Job: hartz iv, Aufstockung und co. als Maßnahme. EINE SCHANDE!
Minderheiten sind in den staatlichen Institutionen unterrepräsentiert- gerade mit 2- 5 %. Also, ein Verstoß gegen die Demokratie gegen das GG, gegen die Grundkarte der VN.
Anstatt das die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, machen Sie mit PR- Aktionen Staub und versuchen durch sog. Ausbildungsplätze für Minderheiten Zeit zu gewinnen bzw. die Statistiken zu beschönigen.
Es gibt genug Akademiker auf der Straße- nehmen Sie die jetzt!!!
Machen Sie keine PR-Aktionen! Scheiben Sie offen die Stellen und Programme für Minderheiten: lassen Sie QUOTEN WIE FÜR DIE FRAUEN EINFÜHREN:
ENTLASSEN SIE DIE PERSONALER DIE GEGEN DAS GG VERSTOßEN HABEN!

WIEDERSPIEGELUNG DER BEVÖLKERUNG BEI DER VERGABE DER STELLEN!!!

REIßEN SIE DIE MAUER DER DISKRIMINIERUNG NIEDER!

DEMOKRATIE FÜR ALLE!
nordi
am 20.04.2014 / 10:28 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
hier im norden- hannover, köln und hamburg sieht nicht besser als in stuttgart aus.
ähnliche demokratie verletzungen
klauen sie einen apfel, werden sie wie ein verbrecher behandelt
mißachten sie das grundgesetz, werden sie befördert,
so sieht es in der republik aus.
ja, demokratie für alle, das ist nur auf dem papier!
TUN
am 12.07.2014 / 11:30 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Wenn wir so viele Menschen (60-70 Mil.) von der Diskriminierung betroffen sind und es passiert nichts grundlegendes, dann müssten wohl die Menschen in der Lage sein aktiv zu werden.

1. Proteste organisieren
Wir sind dabei!
2. Eine Antidiskriminierungsspartei (Partei für alle Menschen, die die wahre Demokratie lieben) gründen
Wir sind dabei!
3. Die Wahlen gewinnen
Wir sind dabei!
4. Den Status Quo der Reichen und Besetzer der Demokratie eine Ende setzen
Wir sind dabei!
5. Repräsentation der Bevölkerung bei der Verteilung der Arbeitsplätze in allen Ebenen
Wir sind dabei!
6. Verhaftung der PR-Profis, Personaler und Boss- GG Verstößer und deren illegale Reichtumsblut
Wir sind dabei!
7. Umsetzung der demokratischen Prinzipien mit 1000% Transparenz für alle Menschen
Wir sind dabei!

LASS UNS GEMEINSAM DAS TUN!!!
Franziska
am 29.08.2014 / 12:25 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
Auf der Suche nach Unterstützung: Wir beschäftigen uns in einem Studienprojekt mit dem Thema Zeitarbeit im produzierenden Gewerbe. Wir möchten dabei verschiedene Perspektiven darstellen (Unternehmen, Gewerkschaften, Zeitarbeitsfirmen), vor allem aber möchten wir die Perspektive der Zeitarbeiter selbst aufzeigen. Es soll dabein um Erfahrungen in Arbeits- und Lebensalltag gehen. Wir freuen uns, wenn jemand, der im produzierenden Gewerbe im Raum Frankfurt tätig ist oder war oder sich derzeit darum bewirbt, bereit wäre ein kurzes Gespräch mit uns zu führen. Selbstverständlich wird alles anonym behandelt!
Norman
am 06.09.2014 / 18:50 Uhr @ Franziska
Hallo Franziska,

leider komme ich nicht aus dem Frankfurter Raum. Wenn diese Region kein Muss ist, würde ich gerne an einer Befragung teilnehmen. Wie oder wo kann ich Sie kontaktieren?
Norman
am 06.09.2014 / 18:50 Uhr @ Franziska
Hallo Franziska,

leider komme ich nicht aus dem Frankfurter Raum. Wenn diese Region kein Muss ist, würde ich gerne an einer Befragung teilnehmen. Wie oder wo kann ich Sie kontaktieren?
Franziska
am 09.09.2014 / 09:29 Uhr Re: Die Arbeitslosigkeit
@ Norman
Danke für Ihr Angebot. Der Raum Frankfurt ist kein Muss, daher würde ich mich sehr freuen, wenn ich Ihnen ein paar Fragen stellen dürfte. Ich schicke Ihnen meine Mail Adresse (e-mail4-u@web.de), schreiben Sie mir doch darüber und wir können das Weitere klären.
     


Hinterlassen Sie einen Kommentar!


Überschrift

Ihr Kommentar

Folgende Smileys können Sie verwenden:

  :-)
Smiley traurig  :-(
Smiley Zwinkern  ;-)
Smiley ueberrascht  :-o
Smiley Cool  8-)
Smiley Confused  :-s
Smiley rollende Augen  :roll:
Smiley veraergert  :evil:


Falls gewünscht: Wählen Sie einen Namen / Nickname

Spamschutz
Bitte tragen Sie in dieses Feld die Zahl 13 ein: